© Skinachrichten.de

Polizei gibt Warnschüsse auf Skipiste im Zillertal nach Amokfahrt ab

Das Zillertal war am Donnerstagabend Schauplatz einer bizarren Polizeiverfolgung, die auf einer Skipiste endete. Ein 26-jähriger Österreicher ignorierte in betrunkenem Zustand ein Stoppzeichen und raste mit hoher Geschwindigkeit davon. Die 20 Kilometer lange Verfolgungsjagd endete erst, als der Mann sein Auto auf einem Hügel in einem Skigebiet festfuhr, woraufhin die Polizei sogar Warnschüsse abgeben musste. Es hätte ein Film sein können…

Auffälliger Fahrstil

Die Polizei im Zillertal hat eine bizarre Nacht hinter sich. Laut der offiziellen Pressemitteilung fiel ein 26-jähriger Autofahrer gestern Abend gegen 23:50 Uhr einer Zivilstreife auf der B169, der Hauptstraße durch das Zillertal, auf. Der Mann fuhr in Richtung Talende und fiel durch seinen „auffälligen Fahrstil“ auf, wobei er mehrmals von seiner Fahrspur abwich und im Straßengraben landete.

20 Kilometer lange Verfolgungsjagd

Als die Beamten dem Mann deutliche Stoppzeichen gaben, reagierte er gegenteilig: Er gab Vollgas und flüchtete. Die Polizei nahm die Verfolgung auf. Der Fahrer ignorierte die Stoppzeichen, beschleunigte weiter und fuhr mit „erheblich erhöhter Geschwindigkeit“ weiter. Die Polizei meldet, dass der Mann innerhalb der geschlossenen Ortschaft die maximal zulässige Geschwindigkeit um ganze 77 km/h überschritt.

Amokfahrt endet auf der Skipiste

Die Verfolgungsjagd, die schließlich etwa 20 Kilometer dauerte, nahm eine bizarre Wendung. Der Fahrer verließ die öffentliche Straße und wählte einen Forstweg, der bergauf in ein Skigebiet führte. Dort endete die Fahrt für das Fahrzeug: Das Auto blieb auf einem Hügel im Gelände stecken und konnte nicht mehr weiterfahren. Doch der Fahrer gab nicht auf. Er stieg aus und flüchtete zu Fuß weiter, eine steile Skipiste hinunter, in völliger Dunkelheit.

Die Beamten forderten den Mann mehrmals auf anzuhalten, doch er ignorierte alle Befehle. Daraufhin sahen sich die Beamten gezwungen, Warnschüsse abzugeben. Daraufhin stellte der 26-jährige Mann seine Flucht ein, legte sich auf den Boden und konnte festgenommen werden. Die Polizei betont, dass durch die Schüsse niemand verletzt wurde und kein Schaden entstand.

Schwer verletzt und stark alkoholisiert

Nach seiner Festnahme ergab ein Alkoholtest, dass der Mann stark alkoholisiert war. Sein Führerschein wurde sofort vorläufig entzogen. Wegen der extremen Geschwindigkeitsüberschreitungen wurde auch sein Auto vorläufig beschlagnahmt. Der Mann wurde durch die Schüsse nicht verletzt, wohl aber durch seine eigene Fluchtaktion. Er hatte sich beim Rennen auf der dunklen, steilen Skipiste im Zillertal schwer verletzt. Er wurde vor Ort von den Rettungsdiensten versorgt und mit einem Krankenwagen ins Krankenhaus gebracht. Gegen den Mann wird Anzeige erstattet.

Lies auch: Österreichische Polizei warnt vor Skieinbrechern

Teile diesen Artikel:

Wonach suchen Sie?

Wonach suchen Sie?