Die deutsche Outdoor-Influencerin Laura Viktoria Härtig ist im Alter von 30 Jahren an den Folgen eines schweren Verkehrsunfalls in den Dolomiten verstorben. Während einer Abfahrt auf ihrem Rennrad stieß sie am Sellajoch frontal mit einem Motorrad zusammen, das vom ehemaligen Olympia-Skifahrer Peter Runggaldier gesteuert wurde. Härtig erlag neunzehn Tage nach dem Unfall ihren Verletzungen.
Kurz zusammengefasst
- Laura Viktoria Härtig verstarb am 12. Juli im Alter von 30 Jahren.
- Sie wurde am 23. Juni bei einem Verkehrsunfall am Sellajoch schwer verletzt.
- Härtig stieß auf ihrem Rennrad mit dem ehemaligen Top-Skifahrer Peter Runggaldier zusammen.
- Auch Runggaldier erlitt bei dem Unfall schwere Verletzungen.
- Der Unfall ereignete sich während Härtigs Hochzeitsreise.
- Die Staatsanwaltschaft von Trient untersucht den Hergang.
Frontalzusammenstoß am Sellajoch
Der Unfall ereignete sich am 23. Juni auf einer Straße am Sellajoch in Norditalien. Härtig befand sich mit ihrem Rennrad in der Abfahrt, als sie frontal mit einem entgegenkommenden Motorrad zusammenstieß. Der Aufprall war so heftig, dass ihr Rad in zwei Teile zerbrach und sie auf dem Asphalt aufschlug. Rettungskräfte reanimierten sie noch vor Ort, woraufhin sie mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus in Bozen gebracht wurde. Die Deutsche wurde später in eine Spezialklinik in Bayern verlegt, näher bei ihrer Familie. Dort verstarb sie am Sonntag, den 12. Juli, neunzehn Tage nach dem Unfall.
Ehemaliger Top-Skifahrer Peter Runggaldier involviert
Das Motorrad wurde von Peter Runggaldier gesteuert. Der 57-jährige Italiener gehörte in den Neunzigerjahren zur internationalen Weltspitze des alpinen Skisports. Runggaldier gewann 1991 Silber in der Abfahrt bei den Weltmeisterschaften und startete für Italien bei den Olympischen Winterspielen 1994 und 1998. Auch er wurde bei dem Zusammenstoß schwer verletzt und mit einem Hubschrauber ins Krankenhaus transportiert.
In den sozialen Medien bat der ehemalige Skifahrer um Ruhe und Privatsphäre. Er ließ wissen, dass er mit seinen Gedanken bei allen Beteiligten und ihren Familien sei und vorerst keine Interviews oder weiteren Erklärungen abgeben werde.
Untersuchung des Unfallhergangs
Die Staatsanwaltschaft von Trient untersucht, wie es zu dem Unfall kommen konnte und ob Anlass für weitere rechtliche Schritte besteht. Zur genauen Ursache des Zusammenstoßes wurde offiziell noch nichts festgestellt. Daher ist unklar, wer auf welchem Teil der Straße fuhr oder welche Umstände eine Rolle spielten. Runggaldier soll bei den Ermittlungen kooperieren.
Zwei Tage zuvor geheiratet
Härtig war zum Zeitpunkt des Unfalls auf Hochzeitsreise. Zwei Tage zuvor hatte sie in den Bergen Südtirols ihren Partner Tilman geheiratet. Auf Instagram hatte sie kurz vor dem Unfall noch Bilder der Hochzeit geteilt. Die Berge spielten eine wichtige Rolle in ihrem Leben, und auch die Zeremonie fand vor einer alpinen Kulisse statt. Unter dem Namen AllTimeLaura teilte sie ihre Leidenschaft für Skifahren, Wandern, Klettern, Radfahren und andere Outdoor-Sportarten mit über 53.000 Followern. Auch Tourismusorganisationen und Skigebiete arbeiteten mit ihr zusammen.
Familie nimmt Abschied
Auf ihrem Instagram-Account erschien nach ihrem Tod eine Abschiedsnachricht ihrer Angehörigen. Darin schreiben sie, dass Laura „in ihre geliebten Berge gegangen ist“, an einen Ort, an dem immer die Sonne scheint, der Pulverschnee perfekt ist und ihre Lieblingsrouten warten.
„Dort ist sie nun und wartet auf uns“, heißt es in dem Beitrag. Ihre Familie dankt ihren Followern für die Unterstützung, das Mitgefühl und die vielen Nachrichten.
Auch verschiedene Bergregionen und Wintersportziele haben reagiert. Unter anderem sprachen Südtirol, das SalzburgerLand, Tirol, Silvretta Montafon und das Kaunertal ihr Beileid aus. Sie erinnern an Härtig als eine begeisterte und inspirierende Frau, die ihre Liebe zu den Bergen mit vielen Menschen teilte.






