Nach neun Jahren ohne laufende Skilifte scheint ein Skiurlaub am Lago Laceno in Süditalien wieder in greifbare Nähe gerückt zu sein. Die wichtigsten technischen Abnahmen der erneuerten Liftanlagen wurden erfolgreich abgeschlossen. Es müssen zwar noch einige Bauarbeiten und Anpassungen an der bestehenden Infrastruktur vorgenommen werden, aber eine Wiedereröffnung in der Wintersaison 2026/2027 ist näher gerückt. Laceno ist das einzige Skigebiet in Kampanien, das komplett für den Skiurlaub ausgestattet ist.
Kurz gefasst
- Die Skilifte von Laceno standen neun Jahre lang still.
- Die technischen Abnahmen der neuen Anlagen wurden erfolgreich abgeschlossen.
- Das Gebiet will sich nicht nur auf das Skifahren, sondern auch auf den Ganzjahrestourismus konzentrieren.
Wichtigste Prüfungen erfolgreich abgeschlossen
Das Skigebiet liegt bei Bagnoli Irpino, in der Region Irpinia. Nachdem zuvor der Settevalli-Sessellift geprüft wurde, haben inzwischen auch die übrigen Liftanlagen ihre technischen Tests bestanden.
Damit ist eine wichtige Hürde in Richtung Wiedereröffnung genommen. Bevor die Lifte tatsächlich Gäste befördern können, müssen noch einige Bauarbeiten abgeschlossen und Teile der bestehenden Infrastruktur angepasst werden.
Ein endgültiges Eröffnungsdatum wurde noch nicht bekannt gegeben. Die Chancen stehen jedoch gut, dass kommenden Winter nach neun Jahren wieder Ski gefahren werden kann.
Schließung traf die gesamte Region
Für Bagnoli Irpino waren die Skilifte viel mehr als nur eine sportliche Einrichtung. Laceno zog früher Wintersportler aus Irpinia und anderen Teilen Süditaliens an. Die langjährige Schließung hatte daher auch Folgen für Hotels, Restaurants, Skischulen, Verleihbetriebe und andere lokale Unternehmen.
Die mögliche Wiedereröffnung kann der Region erneut einen wirtschaftlichen Impuls geben. Gleichzeitig hat sich in den vergangenen neun Jahren viel verändert. Die Winter sind unsicherer geworden, und vor allem Skigebiete in mittleren und niedrigeren Lagen haben häufiger mit wechselnden Schneebedingungen zu kämpfen.
Nicht nur vom Schnee abhängig
Die Investitionen in Laceno sorgten in den letzten Jahren daher für Diskussionen. Kritiker fragen sich, ob es noch sinnvoll ist, viel Geld in Skiurlaubsgebiete zu stecken, die durch den Klimawandel immer weniger Sicherheit bieten.
Die neuen Lifte sollen daher auch außerhalb des Winters genutzt werden. Sie können Wanderer und andere Besucher im Frühling, Sommer und Herbst in die Berge bringen. Damit will Laceno zu einem Touristenziel für das ganze Jahr werden.
Die Wiedereröffnung des Skigebiets ist also keine Rückkehr zur exakt gleichen Situation wie vor neun Jahren. Skifahren bleibt wichtig, wird aber Teil eines breiteren Angebots. Zuerst müssen die letzten Arbeiten abgeschlossen werden, und dann muss im kommenden Winter natürlich auch das Wetter mitspielen.
Skifahren im Süden Italiens
Laceno liegt auf einer Hochebene bei Bagnoli Irpino, in der Provinz Avellino und dem Regionalpark Monti Picentini. Das Skigebiet befindet sich etwa 75 km östlich von Neapel, und die Pisten verlaufen auf einer Höhe von ca. 1100 bis 1650 Metern. Laut historischen Daten von Snow-Forecast schneit es dort im Januar und Februar durchschnittlich an etwa zwei Tagen pro Woche. Im Dezember liegt dieser Durchschnitt bei etwa 1,3 Schneetagen pro Woche und im März bei rund 1,9. Der Schneefall variiert jedoch stark von Winter zu Winter, was erklärt, warum Laceno sich bei der Wiedereröffnung auch ausdrücklich auf Aktivitäten außerhalb der Skisaison konzentrieren möchte.
