In vielen kleineren Skigebieten in mittleren Höhenlagen war der Winter in dieser Saison eine große Herausforderung. Während in den höheren Bergen noch genügend Schnee zum Skifahren liegt, kämpfen viele kleine Liftbetreiber mit zu wenig Naturschnee. Besonders Gemeinden und Familienbetriebe, die selbst einen Skilift betreiben, spüren die Folgen.
Im Überblick:
- Kleine Skigebiete in Vorarlberg kämpfen diesen Winter mit zu wenig Schnee.
- Einige Lifte konnten kaum oder gar nicht öffnen.
- Gemeinden zweifeln, ob sie die Lifte in Zukunft noch weiter betreiben können.
In einigen Dörfern kaum Skisaison
In der österreichischen Gemeinde Buch (Vorarlberg) werden zwei Schlepplifte und ein Förderband von der Gemeinde verwaltet. Hier lernen viele Kinder aus dem Dorf das Skifahren. In dieser Saison war das jedoch nur eingeschränkt möglich. Der Schlepplift Heimen konnte noch etwa einen Monat laufen, aber der Lift Schneiderkopf blieb den ganzen Winter über wegen Schneemangels geschlossen. Laut Bürgermeister Franz Martin hat der Erhalt eines Lifts nur Sinn, wenn auch tatsächlich Ski gefahren werden kann. Wenn die Schneeprobleme in Zukunft weiter zunehmen, wird es schwierig, einen zuverlässigen Betrieb zu garantieren.
Freiwillige halten Lifte am Laufen
Dennoch versuchen viele Dörfer, ihre Lifte zu erhalten. In Buch wird ein Großteil der Arbeit von Freiwilligen aus Sportvereinen erledigt. Sie helfen zum Beispiel am Wochenende an der Liftkasse oder bei der Instandhaltung im Sommer. Hinzu kommen jährliche Sicherheitsprüfungen und Wartungskosten. Allein um die Anlagen allen Vorschriften entsprechen zu lassen, sind etwa 6.000,– € pro Jahr nötig.
Unsichere Zukunft für einige Lifte
In der Gemeinde Übersaxen liegen die Kosten noch höher. Dort kosten Wartung, Personal und Betrieb des Lifts etwa 20.000,– € pro Jahr. Wegen des Schneemangels konnte der Lift in dieser Saison überhaupt nicht öffnen. Die letzten Jahre waren ebenfalls schlecht: In vier Jahren war der Lift nur an drei Tagen in Betrieb. Die Gemeinde hat daher beschlossen, im Juni 2026 eine Entscheidung über die Zukunft des Lifts zu treffen.
Familienbetrieb nennt Lift „teures Hobbyprojekt“
Auch der Skilift Tschardun in Nenzing hatte eine schwere Saison. Der Lift wird von der Familie Kreiner betrieben. Durch den Schneemangel konnten sie in dieser Saison nur an drei Abenden Nachtskifahren anbieten. Laut Betreiber Andi Kreiner ist das Betreiben eines kleinen Skilifts mittlerweile ein „teures Familienhobby“. Jährlich werden etwa 300 Stunden Freiwilligenarbeit in die Wartung und Vorbereitung der Skisaison gesteckt.
Zukunft abhängig vom Schnee
Viele kleine Skigebiete in Vorarlberg stehen vor der gleichen Frage: Wie lange können sie noch weitermachen, wenn die Winter immer milder werden? Für viele Dörfer sind die Lifte wichtig für Kinder und lokale Wintersportler, aber ohne Schnee wird es immer schwieriger, den Betrieb rentabel zu halten.
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