In diesem Skigebiet liegen nach einem extrem schneereichen Monat mehr als 2,5 Meter Schnee

Die extremen Schneefälle der letzten Wochen sorgen in Baqueira Beret für außergewöhnliche Bedingungen. Im Gebiet rund um Beret sind im vergangenen Monat mehr als 250 Zentimeter Neuschnee gefallen. Was für Wintersportler fantastische Nachrichten sind, stellt die Organisatoren des Europa Cup Slaloms (3. und 4. Februar) vor eine gewaltige Herausforderung.

Die Rennen werden im Stadium Fernández Ochoa ausgetragen, einer Piste, die strengen FIS-Anforderungen entsprechen muss. Während Freizeitpisten von weichem Pulverschnee profitieren, gilt für ein Slalomrennen genau das Gegenteil: Der Untergrund muss hart, kompakt und absolut gleichmäßig sein.

Im Überblick:

  • In Beret liegen nach einem extrem schneereichen Monat mehr als 2,5 Meter Schnee.
  • Für den Europa Cup Slalom muss die Piste jedoch steinhart und homogen sein.
  • Intensives Wässern, Fräsen und Verdichten ist nötig, um eine renntaugliche Eisbasis zu schaffen.
  • Mehr als 25 Spezialisten arbeiten täglich im Stadium Fernández Ochoa.
  • Trotz der Herausforderungen liegt die Organisation voll im Zeitplan.

Weicher Schnee: Der größte Feind einer Slalompiste

Die enormen Schneemengen – allein in den letzten zwei Wochen fielen lokal mehr als 180 Zentimeter – sorgen immer wieder für neue, weiche Schichten. Das macht es schwierig, eine stabile Eisbasis zu erhalten. Jeder Schneefall erfordert eine Anpassung der Planung und zusätzliche Arbeitsschritte. Laut dem Verantwortlichen Quique Quintero wird die Piste bereits seit Winterbeginn intensiv behandelt. Dabei dreht sich alles um eine präzise Kombination aus Wässern und maschineller Präparierung. Nur so entsteht die harte Schicht, die für Slalomrennen auf hohem Niveau unerlässlich ist.

Wässern, Fräsen und Präzisionsarbeit

Um die erforderliche Eisschicht zu gewährleisten, wurde die Piste in den letzten Wochen mehrfach künstlich bewässert, unter anderem am 16., 22. und 28. Januar. Zwischendurch wird täglich der Neuschnee entfernt, gefolgt von Fräsen und Verdichten mit Spezialmaschinen. Das Ziel ist stets dasselbe: zu verhindern, dass Neuschnee die bestehende harte Basis beeinträchtigt. Dabei werden die kalten Nächte optimal genutzt, in denen der Schnee am besten aushärten kann.

Mehr als 25 Spezialisten im Einsatz

Die Vorbereitung der Slalompiste ist alles andere als Routine. Mehr als 25 Personen – von Pistenmitarbeitern und Beschneiern bis hin zu Maschinisten – sind täglich in den Prozess eingebunden. Viele Arbeiten finden unter winterlichen, teils extrem schwierigen Wetterbedingungen statt. In den letzten Tagen vor dem Rennen erhalten die Teams zudem Unterstützung von lokalen Skiclubs, die bei der organisatorischen Vorbereitung des Events helfen.

Im Zeitplan!

Trotz der außergewöhnlichen Schneesituation liegt die Organisation laut Baqueira Beret voll auf Kurs. Die Rennen gelten nicht nur als wichtiger Moment im Europa Cup, sondern auch als Generalprobe im Hinblick auf Milano-Cortina 2026. Die Piste hat eine Länge von 954 Metern bei einem Höhenunterschied von 209 Metern. Wenn das Wetter mitspielt, findet das Rennen in Beret Anfang Februar wie geplant statt!

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