Das französische Skigebiet Hautacam, in den Pyrenäen gelegen, hat es sich anders überlegt. Obwohl es im April ankündigte, den Alpinski-Betrieb einzustellen, wird es diesen Winter doch öffnen. Statt der ursprünglichen 32 Pistenkilometer bleiben nur 4 Kilometer geöffnet, alle für Anfänger geeignet.
Vom Skigebiet zum Winterpark
Das Skigebiet Hautacam beschloss Anfang des Jahres, den Fokus auf Aktivitäten zu verlagern, die nicht vom Schnee abhängig sind. Der Grund: mehrere Winter mit Schneemangel und enttäuschenden Besucherzahlen. Dennoch gibt es nun einen Neustart in neuer Form: Zwei Lifte werden im Sektor Cardouet öffnen, mit den Pisten Isaby (blau) und den grünen Abfahrten Marmottes, Cardouet und Ourson. Das höhere Naouit-Gebiet und das Nordiski-Gebiet bleiben vollständig geschlossen. Damit liegt das Skigebiet diese Saison zwischen 1525 und 1624 Metern Höhe, statt des früheren Gipfels auf 1730 Metern.
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Klein, aber günstig
Ein Tagesskipass kostet 18 € für alle Altersgruppen, inklusive 10 € Guthaben für andere Aktivitäten wie Tubing, Mountain Luge, Zipline-Bike (mit einem Fahrrad über eine Leine/Slackline zwischen zwei Bergen) oder Karting. Damit will sich Hautacam als familienfreundliches Skiurlaubsziel profilieren, wo auch Nicht-Skifahrer auf ihre Kosten kommen.
Saisonkarten mit attraktiven Vorteilen
Um zusätzliche Besucher anzuziehen, führt Hautacam ein neues „Schul-Saisonabonnement“ ein. Für nur 99 € können Jugendliche von 5 bis 17 Jahren eine Woche in Andorra Ski fahren und erhalten kostenlosen oder vergünstigten Zugang zu verschiedenen anderen Skigebieten in den Gruppen Trio Pyrénées und Altiservice, wie Artouste und Masella.
Auch Erwachsene profitieren von einem außergewöhnlichen Angebot: Für 259 € bietet die Saisonkarte Zugang zu:
- Die ganze Saison in Hautacam und Gavarnie,
- 3 Tage in Grandvalira, Ordino Arcalís und Pal Arinsal (Andorra),
- 3 Tage in Formiguères, Porte-Puymorens und Cambre d’Aze,
- 1 Tag in Saint-Lary und Font-Romeu Pyrénées 2000,
- 2 Tage in Artouste und Masella (mit einem Aufpreis von 5 € pro Tag).
Überleben zwischen den großen Skigebieten
Die Entscheidung von Hautacam, doch geöffnet zu bleiben, passt in einen breiteren Trend: Kleinere Skigebiete in Frankreich kämpfen mit der Zukunft. Laut Zahlen von Domaines Skiables de France machen kleine Resorts noch immer nur 7 % aller Besuche aus, während die größten 15 Gebiete zusammen bereits 41 % des Marktes in den Händen halten. Hautacam wählt daher ein neues Modell: kein Massentourismus, sondern erschwinglicher Skiurlaub mit lokalem Charme – und einem Fokus auf Familien und Anfänger.






