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Extreme Unwetter in Österreich und Südtirol: Hagel, Blitzeinschläge und Überschwemmungen

Gestern wurden Österreich und Teile Südtirols von einer Serie schwerer Gewitter erschüttert, die mit Hagelschlag, Blitzeinschlägen, Überschwemmungen und Sturmschäden einhergingen. Mehrere Regionen wurden in kurzer Zeit von extremen Unwettern heimgesucht, die zu Hunderten von Notrufen und erheblichen Schäden an Fahrzeugen, Gebäuden und der Infrastruktur führten.

Schwere Schäden in Tirol: Brände und verheerender Hagel

Besonders betroffen waren das Zillertal, Schwaz und Kitzbühel. In Fügen verwandelten sich die Straßen in reißende Flüsse und tischtennisballgroßer Hagel bedeckte den Boden wie ein Schneeteppich. Häuser und geparkte Autos wurden erheblich beschädigt. Laut dem Bürgermeister von Fügen blieb es zum Glück bei Sachschäden: „Auf Bildern sieht es dramatischer aus, als es war, aber die Situation war ernst genug für Dutzende von Feuerwehreinsätzen.“

Blitzschlag und Baum auf Auto

In Wörgl und Kössen schlug der Blitz in ein Wohnhaus und einen Heustadel ein und setzte beide in Brand. Dank des schnellen Eingreifens der Feuerwehr konnte ein weiteres Ausbreiten der Flammen verhindert werden. In Pill schlug ein Baum in ein fahrendes Auto ein, wobei der Fahrer wie durch ein Wunder unverletzt blieb.

Südtirol: Überflutete Straßen und Ärgernisse durch Schlammlawinen

Auch Südtirol wurde am Abend von schweren Unwettern heimgesucht. Vor allem die Regionen Ridnaun und Pflersch meldeten schwere Hagelstürme und Überschwemmungen. Keller wurden überflutet, Straßen wurden durch umgestürzte Bäume und Schlammlawinen unpassierbar. In Ridnaun war der Hagel so stark, dass sich die Landschaft zeitweise weiß färbte. Die örtlichen Feuerwehren mussten dutzende Male ausrücken, um Räume auszupumpen und Straßen zu räumen.

Steiermark: Stromausfall und entgleister Zug

In der Steiermark führte das Unwetter zu noch mehr Unannehmlichkeiten. In Nestelbach bei Graz entgleiste ein Zug aufgrund von umgestürzten Bäumen auf den Gleisen. Die 57 Fahrgäste blieben unverletzt, aber die Schäden an der Strecke sind beträchtlich. In den Gebieten um Graz und Leoben wurden Hagelkörner von bis zu vier Zentimetern gemeldet, die zahlreiche Schäden an Fahrzeugen und Häusern verursachten. Mehr als 1.100 Haushalte waren vorübergehend ohne Strom.

Rund 150 Feuerwehreinsätze in Tirol

Allein in Tirol registrierte die Notrufzentrale innerhalb von sechs Stunden rund 150 Meldungen. Darunter waren Brände, Überschwemmungen, umgestürzte Bäume und Sturmschäden. Laut Meteorologen wurden die heftigen Schauer durch eine Kombination aus subtropischer Luft aus Spanien und lokalem Föhnwind verursacht, eine Mischung, die in den Alpen häufiger extreme Wetterbedingungen verursacht.

Was ist, wenn du gerade auf dem Weg dorthin bist oder vor Ort bist?

Für Urlauber in und zu den Alpen ist es ratsam, die lokalen Wetterwarnungen genau im Auge zu behalten. Prüfe auch, ob die Straßen wieder frei sind. Auch wenn das warme Wetter bald zurückkehrt, mit Temperaturen bis zu 33 Grad an diesem Wochenende, besteht in den kommenden Tagen immer noch die Gefahr von neuen Gewittern in den Bergen.

Tipps für den Aufenthalt in den Bergen während eines Gewitters:

  • Vermeide Bergwanderungen und behalte das Schauerradar und den Himmel genau im Auge
  • Parke Fahrzeuge möglichst geschützt (wegen Hagelschäden!)
  • Verfolge lokale Benachrichtigungen und Alarme über offizielle Kanäle oder Apps wie GeoSphere Austria
  • Bei Gewitter: Bleib im Haus und meide offene Felder, Bäume und Bergkämme
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