Auf der Jahrestagung der Europäischen Lawinenwarndienste (EAWS) wurde beschlossen, die Klassifizierung der Lawinengefahrenskala zu überarbeiten. Die größte Änderung? Die höchste Gefahrenstufe heißt jetzt „extrem“ und wird dunkelrot markiert. Die Änderung soll zu mehr Klarheit und Dringlichkeit in schweren Lawinensituationen beitragen.
Was genau ändert sich?
Das bekannte Warnsystem mit fünf Gefahrenstufen bleibt bestehen, wird aber in wichtigen Punkten verändert. Damit will das EAWS die Kommunikation mit Wintersportlern, Rettungsdiensten und Behörden verbessern. Die Änderungen:
- Neue Kennzeichnung: Gefahrenstufe 5 heißt jetzt extrem statt sehr hoch, mit Dunkelrot als neuer Warnfarbe.
- Klarere Beschreibungen: Für jede Stufe gibt es eine technische Beschreibung, in der die Risiken genauer erläutert werden.
- Reiseempfehlungen: Jede Gefahrenstufe enthält jetzt ausdrückliche Empfehlungen, was in den Bergen ratsam ist und was nicht.
- Eine aussagekräftigere Terminologie: Alte Fachbegriffe wie „Schneedeckenstabilität“ weichen praktischen Begriffen wie „Lawinenereignis“ und „Lawinengröße“.
- Für Notfälle: Bei hohen Gefahrenstufen wird es eine eigene Spalte für das Krisenmanagement geben, damit die Behörden schneller reagieren können.
Warum diese Änderungen?
Die Anpassung ist das Ergebnis einer internationalen Zusammenarbeit von 90 Lawinenexperten, unter anderem aus den Alpenländern, Nordamerika und Osteuropa. Laut EAWS ist es wichtig, dass die Warnsysteme klar sind, besonders jetzt, wo immer mehr Menschen abseits der Pisten aktiv sind. Die Änderungen sollen sowohl Einheimische als auch Touristen besser informieren und schützen. Die neue Terminologie wird bereits im nächsten Winter bei den Lawinendiensten unter anderem in Österreich, der Schweiz, Italien und Frankreich eingeführt.
Möchtest du mehr über die Lawinenskala erfahren?
Du fragst dich, wie genau die Lawinengefahrenskala funktioniert und was die einzelnen Stufen bedeuten? Dann schau dir unseren ausführlichen Hintergrundartikel an.






