Sleeplift

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Dieses Schweizer Skigebiet braucht nur 12 Skitage, um zu überleben

Investition in einen neuen Skilift auf nur 765 Metern Höhe: Im Schweizer Unterägeri wagt man den Schritt. Das kleine Familienskigebiet Nollen baut einen neuen Lift, der ab dem kommenden Winter maximal 720 Skiurlauber pro Stunde befördern kann. Dank Spenden, Freiwilligenarbeit und Sachspenden wurden die Kosten auf 167.000 Schweizer Franken gesenkt. Laut dem Betreiber sind nur zwölf Skitage mit ausreichend Schnee nötig, damit der Lift kostendeckend läuft.

Kurz zusammengefasst

  • Das Familienskigebiet Nollen baut auf 765 Metern Höhe einen neuen Skilift.
  • Der Lift kostet 167.000 Schweizer Franken und befördert maximal 720 Personen pro Stunde.
  • Zwölf Tage mit ausreichend Schnee reichen laut dem Betreiber bereits aus, um kostendeckend zu arbeiten.

Neuer Skilift auf nur 765 Metern

Das kleine Skigebiet Nollen liegt bei Unterägeri im Schweizer Kanton Zug. Mit einer Höhe von nur 765 Metern ist es eines der am niedrigsten gelegenen Skigebiete der Zentralschweiz. Dennoch glauben die Betreiber weiterhin an die Zukunft des Skiurlaubs an diesem Ort.

Deshalb wird derzeit ein neuer Kinder- und Schlepplift gebaut. Die moderne Anlage kann maximal 720 Personen pro Stunde befördern und soll ab der Wintersaison 2026/2027 in Betrieb gehen. Eigentlich war der Bau schon eine Saison früher geplant, doch das Projekt verzögerte sich.

Ursprünglich sollte der neue Skilift 225.000 Schweizer Franken kosten. Durch Nachverhandlungen, das Sammeln von Sachspenden und viel Eigenleistung wurde dieser Betrag auf 167.000 Schweizer Franken reduziert.

Freiwillige leisteten zusammen etwa 200 Stunden unbezahlte Arbeit. Die Gemeinde Unterägeri hat 150.000 Schweizer Franken zugesagt. Die vollständige Finanzierung steht noch nicht, weshalb die Betreiber noch Gespräche mit Sponsoren und anderen Organisationen führen.

Nur zwölf Schneetage nötig

Ein neuer Skilift auf weniger als 800 Metern Höhe scheint angesichts der immer milderen Winter eine riskante Investition zu sein. Laut Vorstandsmitglied Mark Zumbühl ist das jedoch halb so wild. Er erklärte gegenüber der Schweizer Nachrichtenplattform Zentralplus, dass zwölf Tage mit ausreichend Schnee bereits ausreichen, um den Lift kostendeckend zu betreiben.

In den vergangenen Wintern konnte das Gebiet im Durchschnitt vierzehn Tage öffnen. Wenn das in den kommenden Jahren wieder gelingt, sollte die Investition dieser Rechnung zufolge also rentabel sein.

Auffälliger Kontrast zu Braunwald

Die Investition in Nollen ist bemerkenswert, da andere kleine Schweizer Skigebiete gerade aufgeben. So hat Braunwald, das mit fast 1.300 Metern ein ganzes Stück höher liegt, den Skibetrieb eingestellt.

Nollen schlägt genau die entgegengesetzte Richtung ein. Das Miniskigebiet will mit dem neuen Lift weiterhin auf Kinder, Familien und Skiurlauber aus der direkten Umgebung setzen. Dank der niedrigen Betriebskosten sind dafür keine monatelangen Winter nötig.

Auch Millioneninvestition auf 800 Metern

Nollen ist nicht das einzige niedrig gelegene Skigebiet in der Schweiz, das weiter investiert. Beim Skilift Horn, am Fuße der Ebenalp im Appenzellerland, werden sogar 2,5 Millionen Schweizer Franken ausgegeben. Dieser Lift liegt auf etwa 800 Metern Höhe.

Neben dem Schlepplift werden auch das Gebäude der Talstation und die Steuerungszentrale an der Bergstation erneuert. Zudem kommen eine Wasserkühlanlage und neue Schneekanonen hinzu.

Laut Marketingdirektor Jan Fässler sind gerade diese neuen Beschneiungsanlagen wichtig. Damit kann das Skigebiet kurze Kälteperioden nutzen, um schnell Schnee zu produzieren. Die Betreiber erwarten, dass der modernisierte Lift gut angenommen wird und wirtschaftlich rentabel arbeiten kann.

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