Der beliebte japanische Wintersportort Hakuba führt strenge Bußgelder für belästigendes Verhalten von Touristen ein. Anlass ist das explosionsartige Wachstum des Tourismus und die zunehmenden Beschwerden von Anwohnern über Lärm, Feuerwerk und Vandalismus. Die neuen Regeln wurden kürzlich vom Gemeinderat genehmigt und treten am 1. Juli 2026 in Kraft.
Im Überblick:
- Das japanische Skidorf Hakuba führt ab dem 1. Juli 2026 Bußgelder bis zu 50.000 Yen (270 €) für Touristen ein, die Lärm machen, Feuerwerk zünden oder Graffiti anbringen.
- Die Maßnahme folgt auf ein explosionsartiges Wachstum des Tourismus und zunehmende Beschwerden von Anwohnern.
Was ändert sich konkret?
Hakuba hatte bereits seit 2015 eine sogenannte Manners Ordinance, jedoch ohne Sanktionen. Das ändert sich jetzt. Insgesamt werden acht Formen von störendem Verhalten explizit strafbar. Wer nach einer offiziellen Warnung nicht aufhört, kann mit einer Geldbuße von bis zu 50.000 Yen (ca. 270 €) belegt werden.
Zu den Übertretungen gehören unter anderem:
- Lärm und laute Musik nach 22.00 Uhr
- Das Zünden von Feuerwerk in der Nacht
- Graffitisprühen oder Aufkleber auf öffentlichen oder privaten Grundstücken anbringen
- Rauchen und andere störende Aktivitäten im öffentlichen Raum
Nach Angaben der lokalen Behörden sind die Maßnahmen notwendig, um „die Lebensqualität und die natürliche Schönheit des Dorfes zu schützen“.
Explosionsartiges Wachstum des Tourismus
Hakuba hat sich zu einer weltweiten Wintersportikone entwickelt, auch aufgrund des schwachen Yen und der Beliebtheit Japans bei internationalen Skifahrern. Im Jahr 2024 besuchten nicht weniger als 2,71 Millionen Touristen das Dorf – ein Anstieg von 330.000 Besuchern gegenüber 2023. Vor allem nächtliche Belästigungen sorgten für Spannungen zwischen Einwohnern und Besuchern.
Bürgermeister Toshiro Maruyama erklärt, dass es nicht das Ziel sei, Touristen abzuwehren, sondern das Gleichgewicht zu wahren: „Ich möchte einen Ort schaffen, an dem sich sowohl Einwohner als auch Besucher wohlfühlen.“
Kein Einzelfall in Japan
Hakuba ist inzwischen eine von etwa 20 japanischen Gemeinden mit Verhaltensregeln für Touristen. In Städten wie Kyoto, Kamakura und Fukuoka gibt es ähnliche Verordnungen, teilweise bereits mit Bußgeldern. Die Maßnahmen passen in eine breitere japanische Diskussion über Massentourismus, nachdem das Land im Jahr 2024 eine Rekordzahl von 36,9 Millionen internationalen Besuchern empfing.
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