Auffallend viele schwere Wintersportunfälle in Tirol

Die Anzahl schwerer Wintersportunfälle in Tirol liegt in diesem Winter deutlich höher als normal. Seit Anfang Dezember registrierte die Tiroler Alpinpolizei bereits 680 alpine Unfälle, eine Zahl, die über dem langjährigen Durchschnitt liegt. Besonders auffällig ist der hohe Anteil schwerer Zwischenfälle.

Selbstüberschätzung und zu hohe Geschwindigkeit

Laut Viktor Horvath, Leiter der Alpinpolizei in Tirol, spielen Selbstüberschätzung und zu hohe Geschwindigkeit eine ausschlaggebende Rolle. Winterurlauber würden ihre Fähigkeiten und die Bedingungen auf der Piste zu oft falsch einschätzen, mit ernsten Konsequenzen. „Wir sehen in dieser Saison auffallend viele schwere Unfälle“, so Horvath.

Pistenränder besonders risikoreich

Bei Wintern mit wenig Schnee sind vor allem die Pistenränder gefährlich. Dort ereigneten sich in dieser Saison bereits 70 schwere Unfälle und ein tödlicher Unfall. Durch die geringe Schneedecke liegen Felsen, Bäume und steile Abhänge näher an der Piste, als viele Skifahrer erwarten. Auf der Piste ist es prima, aber man sollte nicht daneben geraten.

Auch Rodeln bleibt nicht ohne Risiko

Nicht nur auf Skiern geht es schief. Auch beim Rodeln stieg die Zahl der Unfälle. Bisher wurden 49 Rodelunfälle gemeldet, darunter zwei mit tödlichem Ausgang. Laut der Alpinpolizei unterschätzen viele Menschen das Risiko hoher Geschwindigkeit, besonders bei schlechten Schneeverhältnissen.

Aufpassen also…

Die Alpinpolizei ruft Wintersportler dazu auf, ihre Geschwindigkeit anzupassen, an Pistenrändern aufmerksam zu bleiben und ihr eigenes Können realistisch einzuschätzen. Verantwortungsbewusstes Verhalten auf der Piste kann laut den Rettungsdiensten viele Verletzungen und Unfälle verhindern.

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