Sölden muss in einem Monat bereit sein: So sieht die World Cup-Piste aktuell aus

In genau einem Monat beginnt auf dem Rettenbachgletscher in Sölden die neue World Cup-Saison. Am 24. und 25. Oktober 2026 stehen die ersten Riesenslaloms auf dem Programm, während es oben auf dem Gletscher derzeit noch auffallend mild ist. Dennoch macht sich Pistechef Isidor Grüner vorerst keine großen Sorgen. In einem Interview mit der österreichischen Zeitung Kronen Zeitung erklärt er, dass genügend Schneereserven vorhanden sind, um die Wettkampfpiste rechtzeitig fertigzustellen.

Kurz zusammengefasst

  • Der World Cup in Sölden findet am 24. und 25. Oktober 2026 statt.
  • Am Samstag sind die Frauen an der Reihe, am Sonntag folgen die Männer.
  • Trotz des warmen Sommers gibt es laut Pistenchef Isidor Grüner genügend Schneereserven.
  • Entlang des steilen Teils der Rennpiste befinden sich drei große Schneedepots.
  • Die Wettkampfpiste hat eine maximale Neigung von 65 Prozent.

Noch wenig Winter in Sicht

Wer sich die aktuellen Bilder vom Rettenbachgletscher ansieht, bekommt noch nicht direkt das Gefühl, dass hier innerhalb eines Monats Weltcuprennen gefahren werden. Auf rund 3000 Metern Höhe liegen die Temperaturen noch regelmäßig über dem Gefrierpunkt, und der warme Sommer hat deutliche Spuren auf dem Gletscher hinterlassen.

Dennoch haben die Vorbereitungen bereits begonnen. In einem Video der Kronen Zeitung ist zu sehen, dass im oberen Bereich der Wettkampfpiste bereits Schnee verteilt wird. Zudem liegen entlang des Steilstücks drei Schneedepots bereit. Der gelagerte Schnee soll die Basis für die Rennpiste bilden, auf der Ende Oktober die ersten Weltcuppunkte vergeben werden.

Pistenchef bleibt gelassen

Isidor Grüner ist seit Jahren für die Vorbereitung der World Cup-Piste in Sölden verantwortlich und kennt den Rettenbachgletscher wie kein anderer. Obwohl die Bedingungen derzeit wenig winterlich aussehen, ist von großer Nervosität noch keine Rede.

Gegenüber der Kronen Zeitung erklärt Grüner, dass genügend Schneereserven vorhanden sind, um die Rennen trotz des rekordwarmen Sommers organisieren zu können. Allerdings bleiben die Temperaturen und der natürliche Schneefall in den kommenden Wochen wichtig. Eine Kälteperiode würde die Arbeit auf dem Gletscher selbstverständlich um einiges erleichtern.

Monatelange Arbeit für zwei Renntage

Die Vorbereitung der World Cup-Piste beginnt lange bevor das erste Starttor aufgestellt wird. Schnee wird während des Sommers unter isolierenden Planen aufbewahrt und später mit Pistenbullys auf der Strecke verteilt. Zuerst werden Löcher und Unebenheiten aufgefüllt, danach wird die eigentliche Wettkampfschicht aufgebaut.

Kurz vor dem Event muss die Piste hart und gleichmäßig präpariert werden. Das ist notwendig, um allen Teilnehmern möglichst faire Bedingungen zu bieten, auch wenn mehr als hundert Skifahrer über dieselbe Strecke fahren. Besonders im berühmten Steilhang ist das eine ordentliche Aufgabe.

Eine der steilsten Pisten von Sölden

Der Riesenslalom wird auf einer Piste ausgetragen, die nicht nur vom Rand aus beeindruckend aussieht. Der Start liegt auf 3040 Metern und das Ziel auf 2670 Metern. Auf einer Länge von 1116 Metern überwinden die Skifahrer damit 370 Höhenmeter.

Der steilste Abschnitt hat eine Neigung von 65 Prozent. Je nach Kurssetzung erreichen die Teilnehmer Geschwindigkeiten zwischen etwa 75 und 85 km/h. Besonders der Übergang vom steilen Mittelteil in das flachere Schlussstück macht das Rennen technisch anspruchsvoll.

Programm World Cup Sölden 2026

Am Samstag, den 24. Oktober, eröffnen die Frauen die Weltcupsaison. Der erste Lauf beginnt um 10:00 Uhr, und der entscheidende zweite Lauf ist für 13:00 Uhr geplant.

Einen Tag später, am Sonntag, den 25. Oktober, sind die Männer an der Reihe. Auch dann beginnt der erste Durchgang um 10:00 Uhr, gefolgt vom zweiten um 13:00 Uhr. Rund um die Rennen werden sowohl auf dem Gletscher als auch im Dorf verschiedene Partys, Siegerehrungen und Startnummernpräsentationen organisiert.

Sölden erwartet erneut ein belebtes Eröffnungswochenende. Laut Organisation gehen mehr als 140 Athleten an den Start, und das Event zieht normalerweise über 30.000 Besucher an. In den kommenden Wochen wird daher nicht nur hart an der Schneedecke gearbeitet, sondern auch an Sicherheitsnetzen, Tribünen und allen weiteren Einrichtungen rund um die Wettkampfpiste.

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