Skigebiet beschließt, Skilifte wegen Schneemangels abzubauen

In den Französischen Alpen ist ein Skigebiet mit der harten Realität des Klimawandels konfrontiert: Céüze, ein Skigebiet in der Region Buëch-Dévoluy, hat angekündigt, die Skilifte abzubauen. Die Entscheidung wurde aufgrund des anhaltenden Schneemangels in den letzten Jahren getroffen. Der Abbau der Lifte begann am 3. November 2025 und markiert das Ende des Skigebiets, das seit den 30er Jahren aktiv war.

Im Überblick:

  • Céüze, ein Skigebiet in den Französischen Alpen, baut die Skilifte ab wegen Schneemangels und Klimawandels.
  • Das Gebiet konzentriert sich künftig auf nachhaltigen Tourismus mit Aktivitäten wie Wandern, Mountainbiken und Skitouren.
  • Teile der Lifte werden in anderen Skigebieten wiederverwendet.

Schneemangel durch Klimawandel

Das Skigebiet Céüze (Gap Céüze 2000) liegt zwischen 1500 und 2000 Metern Höhe und hat seit Jahren mit unzuverlässigem Schneefall zu kämpfen. Laut Michel Ricou-Charles, Bürgermeister von Buëch-Dévoluy, ist die Entscheidung, die Skilifte abzubauen, eine lang gehegte Wahl. „Wir haben uns schon lange mental auf diesen Schritt vorbereitet. Unsere Region wird auf andere Weise wieder zum Leben erweckt.“

Seit der Wintersaison 2017/2018 sind die Skilifte des Gebiets nicht mehr in Betrieb. Der Schneemangel und die Unmöglichkeit, ausreichend Kunstschnee zu produzieren, haben das Skigebiet finanziell in Schwierigkeiten gebracht. Deshalb hat man sich nun für einen neuen Kurs entschieden: nachhaltiger Tourismus mit Aktivitäten wie Wandern, Klettern, Mountainbiken, Schneeschuhwandern und Skitouren.

Lifte werden wiederverwendet

Die Lifte, die abgebaut werden, gehen nicht vollständig verloren. Die Teile der Lifte werden in anderen Skigebieten wiederverwendet, die noch von der Ausrüstung profitieren können.

Positive Haltung der lokalen Unternehmer

Lokale Unternehmer, wie Nathalie Ghesquiere, Besitzerin einer Berghütte in der Region, begrüßen die Entscheidung. „Es ist gut, dass die alten Skilifte endlich abgebaut werden.“ Sie macht sich keine Sorgen um die Anziehungskraft des Ortes. Statt Skiurlaub konzentriert man sich auf andere Formen des Naturtourismus, was der Region eine neue Dynamik verleihen kann.

Mehr Skigebiete schließen

Céüze ist nicht das einzige Skigebiet in Frankreich, das sich an die veränderten klimatischen Bedingungen anpasst. Laut Pierre-Alexandre Metral, Spezialist für Klimawandel und die Alpen, haben 186 kleine Skigebiete in Frankreich aufgrund wirtschaftlicher Gründe und Schneemangels ihre Pforten geschlossen. Dies ist ein wachsender Trend, der sich in den Alpen ausbreitet, wobei sich Skigebiete umstrukturieren und in alternative, nachhaltige Aktivitäten investieren.

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Auf der Suche nach der Zukunft: alternative Aktivitäten

Die Gemeinde und lokale Unternehmer hoffen, dass Céüze sich erneut als Ziel für nachhaltigen Tourismus positionieren kann. Der Fokus verschiebt sich vom Skiurlaub auf andere Aktivitäten, wobei die Natur und die wunderschöne Berglandschaft im Mittelpunkt stehen. Die Idee ist, die Region durch Wandern, Klettern und das Anbieten von winterlichen Abenteuern wie Skitouren zu revitalisieren.

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