Planai investiert kräftig: Größerer Wasserspeicher für noch mehr Schneesicherheit

Auf der Planai in Schladming wird massiv in die Zukunft des Skiurlaubs investiert. Direkt nach Ende der Saison 2025/2026 wurde mit der Erweiterung des Speicherteichs Bruckmoos begonnen. Damit will das Skigebiet besser auf immer kürzere und trockenere Winter reagieren.

Im Überblick:

  • Speicherkapazität wächst von 80.000 auf 200.000 m³ Wasser.
  • Ziel: Effizientere Beschneiung in kurzen Kälteperioden.
  • Bauarbeiten fertig vor Beginn des Winters 2026/2027.
  • Teil der Modernisierung der Beschneiungsanlagen.

Deutlich größerer Speicherteich für die Schneeproduktion

Die Kapazität des bestehenden Wasserreservoirs Bruckmoos auf der Planai wird mehr als verdoppelt. Wo derzeit etwa 80.000 Kubikmeter Wasser zur Verfügung stehen, werden es bald rund 200.000 Kubikmeter sein. Diese Erweiterung ist notwendig, um die Schneeproduktion besser planen zu können. Die Winter verlaufen nämlich immer häufiger trocken, während die Phasen mit ausreichender Kälte kürzer werden. Genau in diesen kurzen Zeitfenstern muss das System mit voller Kraft Schnee produzieren können.

Smarter Umgang mit Wasser am Berg

Das Wasser für die Beschneiungsanlagen stammt unter anderem aus Bergbächen und hauptsächlich aus der Enns. In Trockenperioden kann dieser Zulauf unter Druck geraten. Durch die Speicherung von mehr Wasser direkt am Berg kann das Skigebiet von Momenten profitieren, in denen ausreichend Wasser verfügbar ist. Dieses Wasser wird anschließend für Kunstschnee genutzt, verschwindet aber nicht aus dem System. Nach dem Winter schmilzt der Schnee und das Wasser kehrt in den natürlichen Kreislauf zurück. Es wird also nicht verbraucht, sondern nur vorübergehend gespeichert.

Entscheidend für Schneesicherheit und Wirtschaft

Laut dem Betreiber ist moderne Schneetechnologie mittlerweile unverzichtbar. Ohne leistungsstarke Anlagen ist es schwierig, eine verlässliche Skiurlaub-Saison zu garantieren. Mit dieser Erweiterung kann die Planai schneller auf kalte Nächte reagieren und die Pisten bleiben in einem besseren Zustand. Das ist nicht nur wichtig für Wintersportler, sondern auch für die Region, in der der Tourismus stark von einer stabilen Saison abhängt.

Nachhaltiger Ansatz während der Bauphase

Bei den Arbeiten wird so viel wie möglich auf vorhandene Materialien zurückgegriffen. Erde, die beim Bau anfällt, wird direkt wiederverwendet, zum Beispiel zur Verstärkung des Damms und für Anpassungen an den Pisten. Das bringt noch einen zusätzlichen Vorteil: Einige Pisten werden leicht angepasst, wodurch sie in Zukunft möglicherweise weniger Kunstschnee benötigen.

Zeitplan: Bereit für die erste Kälte

Die Arbeiten haben direkt nach der Wintersaison begonnen und sollen Ende September abgeschlossen sein. So kann das Reservoir bereits gefüllt werden, bevor die ersten Kälteperioden einsetzen. Das bedeutet, dass die Planai optimal vorbereitet in den Winter 2026/2027 starten kann.

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