Offizielle Zahlen aus Österreich: Wintertouristen planen ihren Urlaub immer früher

Die Wintersaison hat noch nicht überall begonnen, aber in den Skigebieten Vorarlbergs gibt es bereits einen Ansturm an Buchungsanfragen. Laut Heike Ladurner-Strolz, Obfrau der Sparte Hotellerie in der Wirtschaftskammer Vorarlberg, wird wieder früher gebucht als in den Jahren nach der Corona-Pandemie.

Mehr Sicherheit durch frühes Buchen

Besonders die Weihnachtszeit ist bereits gut ausgebucht und auch für Januar sieht die Auslastung positiv aus, laut Ladurner-Strolz im Gespräch mit dem ORF Vorarlberg. Nur für die Osterwochen ist der Andrang noch schwer einzuschätzen. Ihr zufolge haben Touristen ihr Buchungsverhalten erneut angepasst: „Die normalen Urlaube zwischen vier und fünf Tagen werden auch wieder langfristiger gebucht“.

Einfluss dynamischer Preise

Ein wichtiger Grund für diesen Trend ist die zunehmende Nutzung dynamischer Preise, bei denen die Preise je nach Nachfrage variieren. Dieses System, das bereits länger in Hotels und Skigebieten angewendet wird, motiviert Reisende, frühzeitig zu buchen. „In vielen Hotels wird Dynamic Pricing angewendet. Die Leute wissen also, dass, wenn sie früher buchen, es für sie auch günstiger wird,“ so Ladurner-Strolz. Dennoch bleiben die Wetterbedingungen entscheidend für diejenigen, die einen Kurzurlaub oder Wochenendtrip planen.

Mehr als nur Skifahren

Was sich auch aus den Zahlen und Erfahrungen in der Region zeigt, ist, dass der Wintertourist nicht mehr ausschließlich wegen der Pisten kommt. Outdoor-Aktivitäten wie Winterwandern und Schneeschuhwanderungen gewinnen an Popularität, ebenso wie Wellnessurlaube. Immer mehr Gäste verbinden Entspannung mit einem Naturerlebnis. Der Wellnessurlaub ist im Winter sehr beliebt, wird aber heutzutage das ganze Jahr über gebucht.

Neue Märkte im Kommen

Die meisten Gäste kommen weiterhin aus Deutschland, der Schweiz und den Benelux-Ländern, aber auch neue Märkte werden immer wichtiger. Laut Ladurner-Strolz ist es aber auch wichtig, andere Märkte im Blick zu behalten. In Europa zum Beispiel Tschechien und Großbritannien, aber auch Märkte in Übersee wie die USA und Kanada könnten in Zukunft für die Region wichtig sein.

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