Im US-Bundesstaat Colorado wurden Pläne für ein spektakuläres neues Privat-Skigebiet vorgestellt, das ausschließlich steinreichen Hausbesitzern zugänglich sein wird. Das Projekt trägt den Namen Stagecoach Mountain Ranch und soll in der Nähe von Steamboat Springs entstehen. Anders als traditionelle Skigebiete verkauft das Resort keine Skipässe oder Saisonkarten. Nur wer dort eine Immobilie besitzt, erhält Zugang zu den Liften und Pisten.
Den Plänen zufolge sollen maximal 613 Wohneinheiten in dem exklusiven Bergresort entstehen. Wer in dem Gebiet skifahren möchte, muss also zuerst eine millionenschwere Immobilie erwerben. Die günstigsten Grundstücke beginnen bei rund 3 Millionen Dollar, doch inklusive Bau und Ausstattung steigen die Preise schnell auf 8 bis 12 Millionen Dollar an.
Im Überblick:
- Stagecoach Mountain Ranch wird ein exklusives Privat-Skigebiet in Colorado.
- Nur Hauseigentümer erhalten Zugang zu den Pisten und Liften.
- Es entstehen maximal 613 Wohneinheiten.
- Villen kosten voraussichtlich mindestens 8 Millionen Dollar.
- Das Projekt wird vom selben Eigentümer wie der Yellowstone Club entwickelt.
Zweites ultraluxuriöses Privat-Skigebiet vom selben Eigentümer
Die Stagecoach Mountain Ranch wird von der Discovery Land Company entwickelt, demselben Unternehmen, das hinter dem extrem exklusiven Yellowstone Club in Montana steht. Dieses Resort gilt seit Jahren als das bekannteste Privat-Skigebiet der Welt, mit berühmten Mitgliedern wie Bill Gates, Mark Zuckerberg und Jeff Bezos.
Der Entwickler möchte den Erfolg des Yellowstone Clubs nun in Colorado wiederholen. Das neue Resort soll über sechs Lifte verfügen, darunter eine schnelle Gondelbahn von Doppelmayr. Wie viele Pistenkilometer es genau geben wird, wurde noch nicht bekannt gegeben. Es ist jedoch von einem sehr exklusiven Konzept mit viel Privatsphäre, Luxusvillen und zusätzlichen Aktivitäten wie Reiten und Fliegenfischen die Rede.
Diskussion in Colorado über Exklusivität und den Wohnungsmarkt
Die Pläne sorgen vor Ort für reichlich Diskussionsstoff. Gegner fragen sich, warum erneut ein Ultraluxus-Projekt in einer Region entwickelt wird, in der bezahlbarer Wohnraum bereits knapp ist. Besonders rund um Steamboat Springs steht der Wohnungsmarkt seit Jahren durch Tourismus und Zweitwohnsitze unter Druck.
Der Entwickler betont hingegen, dass das Projekt wirtschaftliche Vorteile bringen soll. So ist die Rede von Investitionen in die Infrastruktur, Naturschutz, Brandprävention und bezahlbaren Wohnraum für Angestellte und Einwohner von Routt County. Insgesamt sollen 132 Wohnungen für Personal und als bezahlbarer Wohnraum entstehen. Zudem behauptet das Projekt, auf lange Sicht mehr Steuereinnahmen zu generieren als das derzeitige gesamte Steueraufkommen der Region.
Alte Skipläne werden zu neuem Leben erweckt
Besonders ist, dass das Gebiet bereits seit Jahrzehnten eine Skigeschichte hat. In den 70er-Jahren gab es bereits Pläne für ein großes Skiresort unter dem Namen Woodmoor. Damals wurden sogar schon Lifte gebaut, doch nach der Ölkrise von 1974 geriet das Projekt ins Stocken. Später blieb das Gebiet weitgehend unberührt, bis die jetzigen Eigentümer erneut mit der Entwicklung eines exklusiven Skigebiets begannen. Nach der aktuellen Planung soll der Bau ab 2027 richtig losgehen. Die vollständige Erschließung würde dann etwa fünfzehn Jahre dauern.







