Neue Grafenbergbahn für Wagrain: 3 alte Skilifte verschwinden

Nach 40 Jahren treuer Dienste geht die Grafenbergbahn in Wagrain in den Ruhestand. Das österreichische Skigebiet investiert satte 40 Millionen Euro in eine brandneue 10er-Gondel, die drei bestehende Lifte ersetzen wird. Sie soll im Dezember 2026 in Betrieb gehen.

Neue Grafenbergbahn für Wagrain

Die rote Grafenbergbahn in Wagrain von 1985 hat ihre besten Tage hinter sich. Wolfgang Hettegger, Geschäftsführer von Snow Space Salzburg, nennt sie ein „Generationenprojekt“ – und das ist sie auch. Tatsächlich wird nicht nur die alte Gondel ersetzt, sondern gleichzeitig verschwinden auch der Grafenberg Express 1 (8er-Gondel) und der Grafenberg Express 2 (6er-Sessellift). Aus drei Liften wird also eine hochmoderne Gondel. Die neue Doppelmayr-Gondel kann bis zu 4.000 Personen pro Stunde befördern.

Zahlen & Fakten zum neuen Lift in Wagrain

Die Spezifikationen sind beeindruckend:

  • Lift: Gondel
  • Anzahl der Personen pro Gondel: 10
  • Höhe der Talstation: 862 Meter
  • Höhe der Bergstation: 1702 Meter
  • Länge der Strecke: über 3.000 Meter
  • Höhenunterschied: 840 Meter
  • Geschwindigkeit: 6 Meter pro Sekunde
  • Dauer der Fahrt: 5 Minuten
  • Kapazität: 4000 Personen pro Stunde

Gute Verbindung mit G-Link

Einer der klügsten Schachzüge? Die neue Gondel wird eine Mittelstation mit direktem Anschluss an den G-Link haben – den berühmten Lift, der die beiden Bergsektionen in diesem Teil des Snow Space Salzburg miteinander verbindet. Dadurch wird eine noch bessere Verbindung zwischen den verschiedenen Skigebieten geschaffen. Flachau wird so noch besser mit Wagrain und den Dörfern rechts auf dem Pistenplan des Skigebiets verbunden sein.

Alte Gondel bekommt zweites Leben

Was passiert mit den alten Aufzügen? Sie verschwinden nicht einfach auf dem Schrotthaufen. Die 8er-Gondel des Grafenberg Express 1 bekommt ein zweites Leben in dem kleineren Skigebiet Monte Popolo in Eben im Pongau. Dort ersetzt sie einen alten Sessellift aus dem Jahr 1972. Das Skigebiet spart damit nicht nur 50 % der Kosten, sondern auch Rohstoffe. Nachhaltiges Wirtschaften in den Bergen!

Planung: ehrgeizig, aber realisierbar

Der Zeitplan sieht folgendermaßen aus:

  • 2025: Konstruktion von Aufzugsstützen und Kabeln
  • 2026: Bau der drei Bahnhöfe
  • Dezember 2026: Offizielle Eröffnung

Lustiges Detail: Frösche müssen sich bewegen

Bevor mit den Bauarbeiten begonnen werden kann, müssen zunächst alle geschützten Amphibien in dem Gebiet umgesiedelt werden. Die Tiere erhalten einen speziell entworfenen Ersatzlebensraum von einem Hektar. Komplett mit Verstecken, Sonnenterrassen und Feuchtigkeitsregulierung. Sogar die Frösche werden in Wagrain eine VIP-Behandlung bekommen.

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