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Mit gefälschten Skipässen: Mann fährt monatelang gratis Ski in Tirol

Ein in Tirol lebender 30-jähriger Deutscher hat im vergangenen Winter in mehreren österreichischen Skigebieten mit gefälschten Dokumenten kostenlose Skipässe ergattert. Laut Justiz belief sich der Schaden für die Bergbahnen auf fast 4.000 Euro. Der Betrug flog schließlich am Stubaier Gletscher auf.

Im Überblick:

  • Ein 30-jähriger Deutscher nutzte gefälschte Dokumente, um kostenlose Skipässe zu erhalten.
  • Der Gesamtschaden beträgt fast 4.000 Euro.
  • Der Betrug wurde am Stubaier Gletscher entdeckt.
  • Ein Teil der Skipässe wurde an Freunde und Bekannte weiterverkauft.
  • Der Mann entgeht einem Vorstrafe, muss aber den Schaden zurückzahlen.

Gratis Skifahren in mehreren Skigebieten

Laut Anklage nutzte der Deutsche einen gefälschten WKO-Freifahrtsausweis, eine spezielle Freikarte für Mitarbeiter österreichischer Seilbahnunternehmen, in Kombination mit einem alten Dienstausweis aus seiner Zeit als Mitarbeiter eines Liftbetriebs. Damit gelang es ihm, in verschiedenen Tiroler Skigebieten kostenlose Skipässe zu ergattern und so ohne Bezahlung die Skilifte zu nutzen. Während der Gerichtsverhandlung in Innsbruck gestand der Mann die Taten fast vollständig. Nur an einen Besuch der Nordkette bei Innsbruck konnte er sich nach eigenen Angaben nicht mehr erinnern.

Skipässe auch weiterverkauft

Der Deutsche erklärte, dass er anfangs vor allem selbst gratis skifahren wollte. Zudem gab er einen Teil der erhaltenen Skipässe an Freunde und Bekannte weiter oder verkaufte diese zu einem niedrigeren Preis. Nach eigener Aussage verdiente er damit insgesamt höchstens 1.500 Euro.

Entlarvt am Stubaier Gletscher

Der Betrug kam im Februar am Stubaier Gletscher ans Licht. Nach weiteren Ermittlungen entdeckten die Behörden, dass es sich nicht um einen Einzelfall handelte, sondern um eine Reihe von Fällen in mehreren Skigebieten in Tirol. Der Gesamtschaden für die betroffenen Liftgesellschaften wird auf fast 4.000 Euro geschätzt.

Kein Vorstrafe, aber Rückzahlung

Ein Teil des Schadens wurde bereits beglichen. Derzeit sind noch gut 1.850 Euro offen. Diesen Betrag muss der Mann bis spätestens Mitte Oktober zurückzahlen. Zudem wurde eine sogenannte Diversion vereinbart, eine Regelung im österreichischen Rechtssystem, bei der ein Strafverfahren unter Auflagen ohne formelle Verurteilung abgeschlossen wird. Der Deutsche muss dabei zusätzlich 600 Euro zahlen. Dadurch bleibt ihm ein Eintrag im Strafregister erspart, sofern er sich an alle Absprachen hält.

Auffälliger Fall

Obwohl Skigebiete regelmäßig mit dem Missbrauch von Skipässen zu tun haben, ist ein Fall, bei dem gefälschte Dokumente monatelang erfolgreich genutzt werden, außergewöhnlich. Erst nach der Kontrolle am Stubaier Gletscher kam das Ausmaß des Betrugs ans Licht. Für die beteiligten Liftbetriebe bedeutet das Dossier vor allem einen finanziellen Rückschlag, während der Verdächtige seinen kostenlosen Skiurlaub am Ende doch noch teuer bezahlen muss.

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