Mayrhofen will den Weltcup ins Zillertal holen

Es gibt einen neuen Interessenten für den freien Platz im Weltcup-Kalender. Nach dem Wegfall der Rennen in Lienz haben der WSV Hippach und die Region Mayrhofen-Hippach offiziell ein Konzept beim ÖSV und der FIS eingereicht, um zwei Weltcup-Rennen auszutragen.

Zusammengefasst:

  • Kandidatur: Mayrhofen-Hippach hat sich offiziell für zwei Weltcup-Rennen der Damen (Slalom und Riesenslalom) beworben.
  • Austragungsort: Die Rennen sollen am Gerent bei der Möslbahn stattfinden.
  • Strategie: Mayrhofen möchte die Rennen Anfang Dezember ausrichten, um die Nebensaison zu beleben.
  • Entscheidung: Eine Entscheidung vom ÖSV und der FIS wird voraussichtlich rund um die Olympischen Spiele erwartet.

Der „Kampf“ um den Weltcup-Platz von Lienz

Jahrelang fanden die Weltcup-Rennen der Damen zwischen Weihnachten und Neujahr abwechselnd in Lienz und am Semmering statt. Da Lienz nun endgültig aus dem Kalender gestrichen wurde, sucht der Österreichische Skiverband (ÖSV) nach einem würdigen Ersatz. Während auch Regionen wie Gosau und Vorarlberg Interesse zeigten, legt Mayrhofen nun einen konkreten Plan vor.

Die Pläne: Slalom und Riesenslalom am Gerent

Das Zillertaler Konzept konzentriert zich auf einen Slalom und einen Riesenslalom für die Damen. Austragungsort soll der Gerent sein, mit dem Zielbereich bei der Möslbahn. Auffallend ist, dass Mayrhofen nicht den traditionellen Termin zwischen den Feiertagen anstrebt, sondern einen Termin Anfang Dezember. Laut TVB-Obmann Willi Pfister ist dies ein strategisch kluger Schachzug: „Das ist der Beginn der Wintersaison, für uns noch Nebensaison.“

Erfahrung und gute Karten

Mayrhofen steht nicht mit leeren Händen da. Die Region hat in den vergangenen Jahren viel Erfahrung durch die Organisation von FIS- und Europacup-Rennen gesammelt. „Dank dieser Rennen konnten wir gute Kontakte innerhalb der Verbände knüpfen“, so die Region. Sollte der Antrag genehmigt werden, reiht sich Mayrhofen in die Riege der Tiroler Weltcup-Orte wie Sölden, Gurgl, Kitzbühel und St. Anton ein.

Wie geht es weiter?

Der ÖSV führt derzeit Hintergrundgespräche und hält sich mit offiziellen Statements noch bedeckt. Es wird erwartet, dass während der Olympischen Spiele in Abstimmung mit der FIS weitere Entscheidungen getroffen werden.

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