Mal eben ein fettes Video von einem Traumahelikopter machen, der gerade auf der Piste gelandet ist? Für einen 14-jährigen deutschen Urlauber auf der Gerlitzen schien das eine super Idee zu sein, aber es lief dann doch etwas anders. Der Junge störte eine laufende Rettungsaktion, zwang einen anderen Helikopter zu einem Ausweichmanöver und bekam schließlich Besuch von der Polizei auf seinem Hotelzimmer.
Zusammenfassung
- 14-jähriger Drohnenpilot stört Helikopter
- Helikopter musste ausweichen
- Kind auf Hotelzimmer gefunden
Notfall auf der Piste
Der Vorfall ereignete sich am 30. Dezember gegen 13:10 Uhr bei der Neugarten-Abfahrt. Aufgrund eines Notfalls auf der Piste musste der Traumahelikopter ARA 3 eine Landung durchführen. Die Polizei war vor Ort, um alles in geordnete Bahnen zu lenken und den Helikopter sicher zu Boden zu bringen. Bis dahin verlief alles nach Plan.
Helikopter in der Luft muss ausweichen
Kurz nachdem der ARA 3 gelandet war, tauchte plötzlich eine Drohne auf, die dicht an dem Gerät vorbeiflog. Während die Beamten zusahen, flog das Gerät Hunderte von Metern über die Neugartenpiste und verschwand aus dem Blickfeld. Das Timing hätte kaum schlechter sein können, denn in diesem Moment flog ein zweiter Helikopter, der Alpin 1, über das Skigebiet auf dem Weg zu seiner Basis in Patergassen. Da eine Drohne ein lebensgefährliches Hindernis für die Luftfahrt darstellt, erhielt der Pilot des Alpin 1 direkt eine Notwarnung über Funk. Er musste seine Flugroute sofort anpassen, um eine Kollision mit dem unbemannten Fluggerät zu vermeiden.
Spurensuche endet auf dem Balkon eines Hotelzimmers
Nicht viel später kam die Drohne wieder zurückgeflogen und schwebte erneut knapp über dem geparkten ARA 3-Helikopter. Die Drohne landete schließlich bei einem Hotel in der Nähe einer Berghütte. Ein Beamter fackelte nicht lange und ging direkt im Hotel auf Spurensuche. Dort fand er schnell den Besitzer der Drohne: einen 14-jährigen deutschen Jungen. Der Teenager war von seinem Hotelbalkon aus gestartet und steuerte die Drohne über seinen Bildschirm, ohne das Gerät selbst noch im Auge zu behalten. Und seine Mutter war auch dabei, meldet die Polizei.
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Teurer Spaß ohne Papiere
Neben der Tatsache, dass der Flug die Rettungsaktion erheblich behinderte, stellte sich heraus, dass der Junge seine Sachen sowieso nicht in Ordnung hatte. Die Drohne war nirgendwo registriert und es war keine Versicherung für das Gerät abgeschlossen worden. Auch das Fliegen außerhalb des direkten Sichtfelds ist in Österreich streng verboten. Die Polizei hat offiziell Anzeige erstattet und die Sache liegt nun bei den Behörden in Villach. Der ’schöne Schuss‘ aus dem Urlaub wird die Familie wahrscheinlich eine Stange Geld kosten.






