Träumst du von einem eigenen Chalet oder einer Wohnung in den Bergen? Dann ist jetzt der richtige Zeitpunkt, um den Immobilienmarkt in den Alpen einmal genauer unter die Lupe zu nehmen. Einer neuen Analyse von ImmoScout24 und Sprengnetter zufolge steigen die Preise in österreichischen Skigebieten zwar rasant, aber unter den bekannten Namen gibt es immer noch ein paar „geheime“ Schnäppchen zu finden.
Ob als Investition oder als eigener Platz für den Wintersporturlaub: Immobilien in der Nähe großer Skigebiete sind beliebter denn je. Die Preise in Österreich steigen deutlich stärker als in den deutschen Skigebieten.
Österreich: Harte Preisanstiege in Tirol
Wer vor fünf Jahren ein Haus in beliebten Gebieten wie Serfaus oder Ischgl gekauft hat, hat eine gute Investition getätigt. Die Preise sind dort seit 2020 um ganze 59 Prozent gestiegen. Auch St. Anton am Arlberg verzeichnete einen Preisanstieg von 58 Prozent. Der Grund? Diese Gebiete sind aufgrund ihrer Höhe (Bergstationen über 2.800 Meter) sehr schneesicher, was den Wert der Immobilien enorm in die Höhe treibt.
Die absoluten Spitzenreiter in Sachen Preise bleiben die mondänen Dörfer in Tirol:
- Kitzbühel: durchschnittlich 11.700 € pro Quadratmeter.
- Kirchberg in Tirol: durchschnittlich 10.700 € pro Quadratmeter.
Der ultimative Budget-Tipp: Hermagor (Nassfeld)
Du hast keine Millionen auf der Bank, möchtest aber direkten Zugang zu einem großen Skigebiet? Dann ist Hermagor-Pressegger See in Kärnten der Ort, an dem du suchen musst. Mit einem Durchschnittspreis von 2.006 € pro Quadratmeter ist dies die günstigste Gemeinde in der gesamten Studie. Für diesen Betrag hast du direkten Zugang zu den 110 Pistenkilometern des Skigebiets Nassfeld. Aber Achtung: Die Popularität wächst schnell; auch hier sind die Preise in den letzten fünf Jahren um 55 Prozent gestiegen.
Die besten Skigebiete mit dem größten Mehrwert
Wer viele Kilometer für einen relativ niedrigen Einstiegspreis fahren möchte, sollte die bekannten Namen wie Kitzbühel und Garmisch-Partenkirchen links liegen lassen und sich die folgenden Alternativen ansehen:
- Hermagor-Pressegger See (Nassfeld) – Der absolute Preisbrecher
Mit einem Preis von nur 2.006 € pro m² und Zugang zu 110 km Pisten bietet Hermagor den niedrigsten Preis pro Kilometer aller großen Skigebiete in der Analyse. Obwohl die Preise hier seit 2020 um 55 % gestiegen sind, bleibt es die günstigste Option für ein großes Skigebiet. - Spittal an der Drau (Goldeck/Bad Kleinkirchheim)
Für 2.574 € pro m² erhältst du hier Zugang zu einem Skigebiet mit 103 bis 133 km Pisten. Dies macht es zu einer sehr starken Alternative in Kärnten. - Serfaus (Serfaus-Fiss-Ladis) – Viele Kilometer, scharfer Preis
Obwohl Serfaus einen enormen Preisanstieg von 59 % verzeichnete, liegt der Quadratmeterpreis mit 3.685 € immer noch bei einem Bruchteil der Preise in Kitzbühel. Dafür erhältst du ganze 214 km an schneesicheren Pisten (bis 2.828 Meter Höhe). - Ischgl (Silvretta Arena) – Topsegment zum ‚Mittelpreis‘
Ischgl ist als luxuriöses Reiseziel bekannt, aber mit einem Preis von 4.338 € pro m² ist es deutlich günstiger als die mondänen Dörfer in Tirol. Für diesen Preis hast du jedoch Zugang zu 239 km Pisten in einem der schneesichersten Gebiete der Alpen. - Hopfgarten im Brixental (SkiWelt Wilder Kaiser)
Dies ist eines der größten Skigebiete Österreichs mit 284 km Pisten. Mit einem durchschnittlichen Hauspreis von 4.706 € pro m² bietet dieses Gebiet ein ausgezeichnetes Verhältnis zwischen der Größe des Skigebiets und der Investition.
Wie sieht es in Deutschland aus?
In den deutschen Skigebieten sind die Preise im Allgemeinen etwas niedriger, auch wenn es Ausreißer gibt. In Sonthofen, in der Nähe des größten deutschen Skigebiets Oberstdorf, zahlst du durchschnittlich 8.197 € pro m². Auffallend ist, dass du im Dorf Oberstdorf selbst mit rund 4.043 € pro m² viel günstiger wegkommst. Wer es richtig günstig haben will: In der Nähe des Skigebiets Willingen (Sauerland) zahlst du durchschnittlich 2.018 € pro m².

Steiermark: gemäßigtes Wachstum in Schladming
Suchst du einen Mittelweg? In der Steiermark ist das Wachstum etwas weniger extrem. In Schladming (bekannt für die 4-Berge-Skischaukel mit 123 km Pisten) stiegen die Preise um relativ bescheidene 40 Prozent. In kleineren Gebieten wie dem Stuhleck (Krieglach und Mürzzuschlag) blieb der Anstieg bei 31 Prozent stehen.
Fazit für den Käufer
Der österreichische Immobilienmarkt ist dynamischer denn je. Während die Preise in den prestigeträchtigen Dörfern in Tirol auf die 12.000 € pro Meter zugehen, bietet Kärnten (Hermagor) noch immer Chancen für den Wintersportler mit kleinerem Budget. Eines ist sicher: Durch die steigende Tendenz der letzten Jahre ist ein Haus in einem schneesicheren Gebiet eine grundsolide, wertbeständige Anlage.
Die wichtigsten Zahlen auf einen Blick:
- Teuerster Ort: Kitzbühel (11.700 € /m²)
- Günstigster Ort: Hermagor (2.006 € /m²)
- Größter Preisanstieg: Ischgl & Serfaus (+59%)






