Andorra hat diese Woche einen bemerkenswerten Schritt in der Entwicklung der hochalpinen Rettungstechnologie gemacht. Bei Roc del Quer in Canillo wurde eine schwere Rettungsdrohne getestet, die nicht nur Material transportieren, sondern in Notsituationen sogar eine Person evakuieren könnte. Der Test ist der Beginn eines neuen Kapitels für Bergrettungen an Orten, wo Helikopter oft nicht landen können und Rettungsteams schwer oder zu spät vor Ort sein können.
Im Überblick
- Andorra hat eine schwere Rettungsdrohne getestet, die Material und theoretisch eine Person transportieren kann.
- Die Drohne kann mehr als 100 Kilo heben und erreicht Orte, wo Helikopter nicht immer hinkommen.
- Die Technologie entstand nach einem tödlichen Unfall im Himalaya-Gebiet, wo Hilfe zu spät kam.
- Drohnen können in Zukunft essenzielle Dinge zu Opfern bringen und Rettungsteams entlasten.
- Die nächste Testphase findet 2026 in Nepal über 7000 Metern Höhe statt.
Eine Drohne, die Berge von Arbeit erledigt
Die getestete DJI Agras T100 gehört zur Kategorie der „Heavy Lifter“ und wurde in Andorra eingesetzt, um schwere Lasten vertikal zu bewegen. Während des Tests zeigte sich, dass das System deutlich mehr tragen kann als die standardmäßigen 100 kg, für die es konzipiert wurde. Mit einer Demonstration von 160 Kilo zeigte die Drohne, dass sie in extremen Fällen genügend Kraft hat, um ein komplettes Rettungsset oder sogar ein Opfer zu transportieren. Für Bergrettungsdienste ist das ein wichtiger Fortschritt, da Material oder Notversorgung damit viel schneller nach oben gebracht werden können als mit einem traditionellen Team.
Ein tragischer Unfall als Anlass
Die Entwicklung dieses Rettungsdrohnentyps erhielt einen zusätzlichen Impuls nach dem Tod einer Alpinistin im Jahr 2025 am 7439 Meter hohen Pik Pobeda, an der Grenze zwischen Kirgisistan und China. Sie saß nach einem Sturz in großer Höhe fest und konnte tagelang von den Rettungsdiensten aufgrund des extremen Geländes und Wetters nicht erreicht werden. Für die beteiligten Entwickler wurde dies ein Beispiel für eine Situation, in der schnell geliefertes Material oder eine Evakuierung per Drohne den Unterschied hätte machen können. Der Test in Andorra soll zeigen, dass solche Rettungsaktionen in Zukunft sehr wohl möglich sind.
Vom Suchen zum tatsächlichen Retten
Drohnen werden schon länger zur Lokalisierung vermisster Sportler eingesetzt, aber der Schritt zur aktiven Rettung ist neu. Der Test in Andorra zeigt, dass vertikale Logistik in hochalpinem Gelände machbar ist, auch bei Wind und komplexen Felsformationen. Damit rückt der Einsatz von Drohnen zur Lieferung von Sauerstoff, Wärmefolie oder medizinischen Hilfsmitteln näher. Zudem könnte die Technologie die Arbeit von Rettungsteams erleichtern, indem sie schwere Ausrüstung nach oben fliegt, wodurch Teams schneller und sicherer agieren können.
Möglichkeit zur Evakuierung
Obwohl sich das Projekt hauptsächlich auf den Materialtransport konzentriert, gilt die Drohne auch als Konzept für zukünftige Evakuierungen. Die während des Tests sichtbar gewordenen Kraftreserven machen es technisch machbar, ein Opfer kontrolliert an einen sichereren Ort zu bringen. Es ist beabsichtigt, dies erst in Betracht zu ziehen, wenn alle Sicherheitsaspekte vollständig validiert sind. Dennoch sehen Bergexperten darin eine wichtige Entwicklung: Es ist das erste Mal, dass eine Rettungsdrohne genügend Kraft liefert, um theoretisch eine Person zu transportieren.
Ausblick auf Nepal
Der Test in Andorra ist Teil einer internationalen Roadmap, in der die Technologie unter immer extremeren Bedingungen erprobt wird. Im Jahr 2026 ist der nächste Schritt im Sagarmatha-Nationalpark in Nepal geplant, wo die Drohne zeigen muss, dass sie über 7000 Metern nutzbar bleibt. Damit wird nicht nur geschaut, was für Opfer möglich ist, sondern auch nach Wegen, Rettungsteams seltener in extreme Risikozonen zu bringen.
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