Marcel Hirschers Traum-Comeback-Story ist auf Eis gelegt. Der mittlerweile 36-jährige Österreicher, der sich 2024 das Kreuzband gerissen hat, schließt eine schnelle Rückkehr in den Weltcup aus. „Vom Rennsport bin ich meilenweit entfernt“, sagte Hirscher in der österreichischen Talkshow Sport und Talk im Hangar.
Kein Schneetraining vor September
Obwohl Hirscher nach seiner Verletzung Genesungsschritte macht, bleiben echte Fortschritte aus. Vor ein paar Monaten zog sich der bekannte Skifahrer (der in dieser Skisaison für die Niederlande antrat) einen Bänderriss im Knie zu. Sein Comeback wurde auf Eis gelegt. Er hat gerade erst wieder zaghaft mit dem Joggen begonnen und rechnet damit, erst im September wieder auf Skiern zu stehen – und dann auch nur bei freien Läufen mit niedrigem Tempo. Wettkämpfe sind bis auf Weiteres ausgeschlossen. Das schließt die Teilnahme am traditionellen Weltcup-Auftakt in Sölden Ende Oktober praktisch aus, wo er letztes Jahr die drittschnellste Zeit in einem Lauf erzielte.
Olympischer Traum?
Über eine Rückkehr in der Saison oder gar eine Teilnahme an den Olympischen Winterspielen 2026 in Italien bleibt der 67-fache Weltcupsieger vage. „Ich würde es gerne tun. Viele Puzzleteile sind an ihren Platz gesetzt worden, aber es fehlen auch viele. Darüber habe ich keine Kontrolle.“ Wenn ein Comeback in der nächsten Saison scheitert, ist sein Projekt gescheitert.
Neue Namen für Van Deer
Aber es gibt auch gute Nachrichten: Hirscher gab bekannt, dass AJ Ginnis, der griechische Ex-Vizeweltmeister, zu seiner Skimarke Van Deer Red Bull Sports wechselt. „Ein toller Typ, ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit ihm“, sagte Hirscher.
Hirschers Rückschlag
Zu Beginn dieser Saison überraschte Marcel Hirscher Freund und Feind mit einer vorübergehenden Rückkehr auf die höchste Ebene. Im Oktober 2024 stand er wieder am Start des Weltcups in Sölden – sein erstes offizielles Rennen seit seinem Rücktritt 2019. Trotz seiner einjährigen Abwesenheit fuhr er damals in einem Lauf die drittschnellste Zeit, beendete das Rennen aber letztlich nicht. Auch bei anderen Rennen erreichte er leider nicht das Ziel. In Levi qualifizierte er sich nicht für den zweiten Lauf und in Gurgl überquerte er die Ziellinie im ersten Lauf nicht. Kurz darauf verletzte er sich bei einer Trainingseinheit am Knie.






