Am vergangenen Samstag kam es auf dem Monte-Rosa-Gletscher zu einem lebensbedrohlichen Zwischenfall. Tourenskifahrer Luca Calzone berichtete, wie ein Ultraleichtflugzeug nur wenige Meter neben einer Gruppe von Tourenskifahrern landete und kurz darauf wieder abhob – direkt über ihrer Spur.
Flugzeug durchschneidet Skitour
Calzone, der den Vorfall gefilmt und das Material auf sozialen Medien geteilt hat, sprach von einer „kriminellen Tat“. Ihm zufolge war es „pures Glück“, dass niemand verletzt wurde. Zum Zeitpunkt des Vorfalls fand in der Region die Trofeo Mezzalama statt, ein berühmter Gletschermarathon zwischen Breuil-Cervinia und Gressoney-La-Trinité, was bedeutete, dass sich besonders viele Tourenskifahrer auf dem Berg aufhielten. Das betreffende Flugzeug, eine Piper PA-18 eines Schweizer Aero-Clubs, wurde gegen 11.50 Uhr über dem Colle Sesia gefilmt und landete später am Tag in der Nähe von Genf.
Große Gefahr für Tourenskifahrer
Calzone betonte, dass viele Tourenskifahrer, darunter auch er selbst, zu dieser Zeit ohne Sicherung unterwegs waren. Einige andere Bergsteiger benutzten Seilverbindungen. „Hätte das Flugzeug eines dieser Seile getroffen, hätte das fatale Folgen haben können“, warnte er. Calzone bezeichnete die Landung in einem so überfüllten Gebiet als „völlig leichtsinniges und absichtlich gefährliches Verhalten“. Er hat das Video inzwischen den Behörden in Italien und der Schweiz übergeben und hofft auf eine schnelle offizielle Antwort.
Untersuchung eingeleitet
Die zuständigen Behörden sind inzwischen informiert worden. Der Vorfall wird derzeit untersucht und wirft erneut Fragen zur Sicherheit auf überfüllten Gletschern und zur Regulierung von Flugaktivitäten in diesen sensiblen Gebieten auf.
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