Am Samstag erklimmen mehr als 2000 Teilnehmer aus 37 Ländern die berühmte Bergisel-Schanze in Innsbruck beim Red Bull 400. Das Event, das sich selbst als „die härtesten 400 Meter der Welt“ bewirbt, fordert die Teilnehmer heraus, 400 Meter mit einer durchschnittlichen Steigung von 75 % und einem Höhenunterschied von 130 Metern am Stück hochzurennen. Die schnellsten Zeiten liegen bei etwa drei Minuten und wer es bis nach oben schafft, weiß, dass es eine einzigartige Erfahrung ist.
Extreme Anstrengung
Laut dem ehemaligen Biathleten Dominik Landertinger ist es kein gewöhnlicher Wettkampf: „Das ist kein normaler Bewerb, am Ende kriechst du auf allen Vieren.“ Mit einem Herzschlag bis zu 190 und einem Laktatwert von 16 mmol/L erleben auch Freizeitsportler eine extreme Anstrengung. Trotzdem geht es für die meisten nicht nur um Leistung: Es geht um die Atmosphäre, das Teamgefühl und das Besondere an einem steilen, kurzen Rennen anstelle von Kilometern geradeaus.
Bekannte Gesichter und lokale Teams
Auch Kletterer Jakob Schubert und Rodler Hannah Prock betonen, dass das Event vor allem Spaß macht und sozial ist. Schubert: „Ich zähle mich nicht zur Spitze, sondern zur Masse“, und Prock: „Du triffst viele Leute.“ Ebenso nehmen viele lokale Teams teil, darunter die Feuerwehr, Polizei und Berg- und Wasserrettung, oft vollständig in Ausrüstung. Allein im letzten Jahr gab es 57 Feuerwehrestafetten.
Extreme Events in Tirol
Der Red Bull 400 passt in eine Reihe von extremen Events in Tirol, wie der Innsbruckathlon mit 2100 Teilnehmern über 5 oder 10 Kilometer durch die Stadt Innsbruck, und die Xletix Challenge in Kühtai, wo 4000 Teilnehmer durch den Schlamm kriechen und über Hindernisse klettern. Bei dieser Art von Events dreht sich alles um Herausforderung, Spaß und eine ordentliche Portion Adrenalin.









