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Rekordinvestitionen in französischen Skigebieten: 555 Millionen Euro im Jahr 2025

Im Jahr 2025 haben die französischen Skigebiete stolze 555 Millionen Euro in die Modernisierung und den Ausbau ihrer Infrastruktur investiert und damit ihre entscheidende Rolle für die Berg- und Tourismuswirtschaft erneut bestätigt. Diese Investition entspricht der des Vorjahres und liegt 50 % über dem Zehnjahresdurchschnitt, was das Rekordniveau der Investitionen seit Beginn der Barometer-Umfrage unterstreicht.

Im Überblick:

  • 555 Millionen Euro wurden 2025 in die französischen Skigebiete investiert – ein Rekordbetrag.
  • Die größten Investitionen fließen in die Savoie, Haute-Savoie und Isère.
  • 62 Millionen Euro wurden in Multi-Service-Gebäude für ein besseres Kundenerlebnis investiert.
  • Freizeitaktivitäten wie Ziplines nehmen zu, +40 % im Jahr 2025.

Steigerung der Investitionsbemühungen

Die Investitionen entsprechen 32 % des Bruttoumsatzes der Skigebiete, was 9 Prozentpunkte über dem Zehnjahresdurchschnitt liegt. Dies zeigt, dass die französischen Skigebiete trotz steigender Kosten und strengerer Vorschriften finanziell weiterhin massiv in ihre Wettbewerbsfähigkeit investieren.

Die Verteilung der Investitionen im Jahr 2025 nach Bergregionen sieht wie folgt aus:

  • 230,26 Millionen € in der Savoie
  • 84 Millionen € in Haute-Savoie
  • 80,16 Millionen € in Isère
  • 71,84 Millionen € in den Südalpen
  • 34,9 Millionen € in den Pyrenäen
  • Kleinere Beträge wurden in den Vogesen, im Jura und im Zentralmassiv investiert.

Die Zahlen und Erkenntnisse stammen aus der jährlichen Studie von Montagne Leaders in Zusammenarbeit mit Atout France und Domaines Skiables de France. Die Untersuchung bietet einen detaillierten Überblick über die Investitionen der französischen Skigebiete im Jahr 2025 sowie Einblicke in Trends und Prioritäten für die Zukunft des französischen Bergtourismus.

Klare Investitionsstrategien!

Die Investition in neue Skilifte bleibt mit 281 Millionen Euro für 48 neue Anlagen der größte Ausgabenposten. Bei der Hälfte dieser Anlagen handelte es sich um Förderbänder, die sich vor allem an Skianfänger richten und zur Diversifizierung des Kundenstamms beitragen. Dies zeigt, dass der Fokus darauf liegt, die Skigebiete zugänglicher zu machen und neue Besuchergruppen willkommen zu heißen.

Zusätzlich wurden 62 Millionen Euro in Multi-Service-Gebäude wie Restaurants, Empfangsgebäude, Schließfächer und Toiletten investiert. Dies spiegelt einen strukturellen Wandel hin zu mehr Gästeerlebnis und Ganzjahresaktivitäten wider und liegt 80 % über dem Fünfjahresdurchschnitt. Ziel ist es, das Besuchererlebnis zu bereichern, zusätzliche Einnahmen zu generieren und die Attraktivität der Region zu steigern.

Winter- und Sommerinvestitionen in den französischen Skigebieten

Die französischen Skigebiete haben nicht nur in die Wintersportinfrastruktur investiert, sondern auch in Freizeiteinrichtungen. Das Wachstum bei Ziplines, Ganzjahresrodelbahnen und anderen Abenteuerattraktionen stieg 2025 im Vergleich zum Durchschnitt der letzten vier Jahre um 40 %. Dies spiegelt die Diversifizierung des Angebots wider, sodass die Skigebiete nicht nur für Wintersportler, sondern auch für Sommertouristen attraktiv sind. Zudem wird verstärkt in die Klimaanpassung und die Verkehrsinfrastruktur investiert, was die künftige Widerstandsfähigkeit der Bergregionen stärkt – insbesondere angesichts der sich ändernden Schneemuster und der Erderwärmung.

Schaffung von Arbeitsplätzen in Frankreich

Die Investitionen in die französischen Skigebiete fördern nicht nur die Entwicklung des Tourismus, sondern schaffen auch Arbeitsplätze. In jeder Saison hängen mehr als 120.000 direkte Arbeitsplätze vom Betrieb der französischen Skigebiete ab. Hinzu kommen Tausende indirekte Arbeitsplätze in der Zulieferindustrie der Bergregionen. Mit jährlichen touristischen Ausgaben von 12 Milliarden Euro im Winter und 2 Milliarden Euro im Sommer bleibt Frankreich ein Global Player in der Berg- und Wintersportindustrie.

Zukünftige Herausforderungen und Chancen

Obwohl die Investitionen in die Beschneiung seit der COVID-Krise zurückgegangen sind, wird erwartet, dass die Erneuerung großer öffentlicher Dienstleistungsverträge (DSPs) in den kommenden Jahren noch höhere Investitionen auslösen wird. Die Entscheidungen, die jetzt in den Bereichen Transport, Gebäude, Diversifizierung und Klimaanpassung getroffen werden, sind entscheidend für die wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit der französischen Berggebiete und für den Erhalt ihrer Attraktivität, sowohl im Winter als auch im Sommer.

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