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Kunstchnee hält Skigebiete im trockensten Winter seit 28 Jahren am Laufen

Der letzte Winter war der trockenste seit 28 Jahren. Obwohl die Temperaturen niedrig waren, fiel kaum Naturschnee. Das zeigte einmal mehr, wie wichtig der Kunstschnee für die Skigebiete geworden ist. Laut Andreas Gapp, Seilbahnen-Sprecher in Vorarlberg, spielte die Kälte den Schneekanonen in die Hände. Durch die niedrigen Temperaturen konnten sie häufiger eingesetzt werden, wodurch die Pisten weiterhin in gutem Zustand blieben.

Einsatz von Schneekanonen auch in den kommenden Jahren möglich

Um eine bessere Vorstellung von den Möglichkeiten der Beschneiung in der Zukunft zu bekommen, haben die Kleinwalsertaler Bergbahnen eine Studie von GeoSphere Austria in Auftrag gegeben. Die Ergebnisse zeigen, dass es auch in den kommenden Jahren genügend Tage für die Beschneiung geben wird. Das bedeutet, dass die Skigebiete weiterhin auf die Beschneiung zählen können, auch wenn die natürlichen Schneefälle abnehmen.

Große Investitionen in die Beschneiung

In der Wintersaison 2024/2025 werden in Vorarlberg fast 10 Millionen Euro in die künstliche Beschneiung investiert, verteilt auf 32 Skigebiete. Nach Angaben der Wirtschaftskammer Österreich sind die meisten großen Investitionen bereits getätigt und die Skigebiete verfügen über eine solide Infrastruktur. Dennoch sind weitere Verbesserungen möglich, zum Beispiel durch den Bau zusätzlicher Wasserspeicher

Stromkosten als Herausforderung

Die Herstellung von Kunstschnee erfordert viel Energie, und die steigenden Strompreise sind eine Herausforderung für die Skigebiete. „Die Strompreise tun natürlich weh“, räumt Gapp ein. Er weist jedoch darauf hin, dass der größte Teil der Beschneiung zu Beginn der Saison stattfindet. Sobald die Basisschicht aus Schnee gelegt ist, wird in der Regel weniger Kunstschnee benötigt.

Bereit für die Zukunft

Trotz der wechselnden Wetterbedingungen bleibt Gapp optimistisch, was die Zukunft des Skisports in Vorarlberg angeht. Dank der ständigen Weiterentwicklung der Beschneiungstechnik und der vorhandenen Infrastruktur sieht er keinen Grund zur Sorge. Die Skigebiete sind gut ausgestattet und bereit für die Zukunft.

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