Vail Resorts, einer der größten und wichtigsten Skigebietsbetreiber in den Vereinigten Staaten, hat eine schwere Wintersportsaison hinter sich. Durch außergewöhnlich wenig Schnee und auffallend milde Temperaturen sank die Zahl der Besuche in den Skigebieten der Gruppe im Vergleich zum Vorjahr um 14,9 Prozent.
Im Überblick:
- Vail Resorts verzeichnete bis zum 19. April 14,9 Prozent weniger Skibesuche
- Liftumsatz sank um 5,6 Prozent, Skischulumsatz um 12 Prozent
- In den Rocky Mountains ging der Besuch sogar um 25 Prozent zurück
- Auch die ersten Epic-Pass-Verkäufe für 2026/2027 stehen unter Druck
Weniger Schnee, weniger Skifahrer
Der Winter 2025/2026 war für viele nordamerikanische Skigebiete mühsam. Vail Resorts, Eigentümer von unter anderem Vail, Breckenridge, Park City und Whistler Blackcomb, hatte mit wenig Schnee, Wärmeperioden und vorzeitigen Schließungen einiger Gebiete zu kämpfen.
Nach den Zahlen des Unternehmens lagen die Skibesuche bis zum 19. April um 14,9 Prozent niedriger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Vor allem lokale Besucher in den Rocky Mountains blieben weg: Dort sank der Besuch um 25 Prozent. Vail-Chef Rob Katz nannte die Saison einen der schwierigsten Winter für den Westen der Vereinigten Staaten.
Auch Umsatz aus Skischulen und Gastronomie sinkt
Nicht nur die Zahl der Skifahrer ging zurück. Auch die Ausgaben in den Gebieten erhielten einen Dämpfer. Der Liftumsatz, einschließlich eines Teils der Einnahmen aus Saisonpässen, sank um 5,6 Prozent. Der Skischulumsatz ging um 12 Prozent zurück, der Gastronomieumsatz um 11,7 Prozent und Verleih sowie Einzelhandel um 6,6 Prozent.
Das zeigt, dass schlechte Schneebedingungen nicht nur Auswirkungen auf den Skipassverkauf haben, sondern auf das gesamte Bergerlebnis. Weniger Skifahrer bedeuten auch weniger Kurse, weniger Mittagspausen und weniger Materialverleih.
Erste Signale für Epic Pass ebenfalls schwächer
Auffallend ist, dass auch die ersten Verkäufe für die nächste Saison unter Druck stehen. Vail Resorts verkauft mittlerweile bereits wieder den Epic Pass für den Winter 2026/2027, aber bis zur Deadline am 12. April lagen sowohl die Anzahl der verkauften Pässe als auch der daraus resultierende Umsatz niedriger als im Vorjahr.
Das Unternehmen wird im Juni detailliertere Zahlen zu den Passverkäufen vorlegen. Momentan deutet alles darauf hin, dass der schwierige Winter auch das Vertrauen und das Kaufverhalten im Hinblick auf die nächste Saison beeinflusst.
Schneesicherheit bleibt entscheidend
Die Zahlen von Vail Resorts zeigen, wie empfindlich Skigebiete weiterhin auf Schnee und Temperaturen reagieren, selbst wenn ein Unternehmen stark auf Saisonpässe setzt. Ein schlechter Start, wenig Schnee oder vorzeitige Schließungen können sich direkt auf Besuche, Umsatz und Vertrauen auswirken.
Für Vail Resorts wird es also darauf ankommen, in Richtung Winter 2026/2027 das Vertrauen der Skifahrer zurückzugewinnen. Der Epic Pass bleibt dabei ein wichtiges Instrument, aber nach diesem Winter scheint Schneesicherheit erneut der stärkste Marketingfaktor zu sein.
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