Was ist eine Skibindung?

Eine Skibindung ist ein System mit einem speziellen Mechanismus, der den Skischuh fest mit dem Ski verbindet. Sie sorgt dafür, dass du deine Kraft optimal auf den Ski überträgst, um zu lenken und zu bremsen. Das Wichtigste aber ist ihre Sicherheitsfunktion: Bei einem Sturz und Überschreiten einer bestimmten Kraftgrenze löst sich der Schuh automatisch aus der Bindung. Das kann schwere (Knie-)Verletzungen verhindern. Auf dieser Seite erfährst du alles, was du über Skibindungen wissen musst.

So funktioniert eine Skibindung

Die Funktionsweise einer Skibindung ist im Grunde sehr einfach. Durch einen bestimmten Mechanismus stellt die Bindung eine feste Verbindung zwischen Ski und Skischuh her. Eine große Feder im hinteren Teil und eine oder mehrere im vorderen Teil (dazu später mehr) halten den Skischuh sicher in Position. Die richtige Spannung ist dabei essenziell. Ist die Bindung korrekt eingestellt, bleibt dein Schuh beim Skifahren fest verankert und löst sich nur bei einem Sturz, um dich zu schützen.

Wichtige Begriffe erklärt

Eine Skibindung besteht aus verschiedenen Teilen. Damit du dir ein klares Bild davon machen kannst, haben wir die wichtigsten Begriffe für dich zusammengefasst:

Elastizität: Die Bindung verfügt über eine gewisse Elastizität. Das bedeutet, sie federt kleine Erschütterungen ab, ohne sofort auszulösen. So kannst du auch über kleinere Unebenheiten fahren, ohne deine Ski zu verlieren.

Vorderbacken: Das ist der vordere Teil der Bindung, in den du die Spitze deines Skischuhs einklickst.

Hinterbacken: Der hintere Teil der Bindung, in den du die Ferse deines Skischuhs einklickst.

DIN-Wert: Der DIN-Wert bestimmt, mit welcher Kraft sich dein Skischuh bei einem Sturz löst. Je höher der Wert, desto fester ist die Bindung eingestellt. Er muss exakt auf dein Gewicht, deine Größe und dein Fahrkönnen abgestimmt werden. Ein zu niedriger Wert kann dazu führen, dass du die Ski unnötig verlierst und stürzt. Der Wert wird sowohl am Vorder- als auch am Hinterbacken eingestellt.

Backenflügel: Am Vorderbacken befinden sich zwei Mechanismen, die wie Flügel aussehen. Diese erleichtern das Auslösen des Schuhs bei einem Sturz.

Sohlenlänge (auch Z-Wert): Dies ist die Gesamtlänge der Sohle deines Skischuhs in Millimetern (mm), nicht deine Schuhgröße. Du findest diese Zahl oft seitlich an der Ferse oder in der Mitte der Sohle deines Skischuhs. Sie ist entscheidend für die korrekte Montage und Einstellung der Bindung.

Skistopper (Bremse): Der Hinterbacken ist mit einer Bremse ausgestattet. Sobald du den Skischuh ausklickst, schnellen zwei Bügel nach unten. Das ist eine wichtige Sicherheitsfunktion, die verhindert, dass der Ski nach einem Sturz unkontrolliert den Hang hinunterrutscht.

Verschiedene Arten von Skibindungen

Neben den klassischen Alpinskibindungen gibt es mittlerweile auch Bindungen, die speziell auf andere Skistile abgestimmt sind. Im Wesentlichen unterscheiden wir drei Hauptvarianten:

  • Alpine Bindung: Das ist die bekannteste Bindung, die an fast allen Abfahrtsskiern zu finden ist. Sie ist für den Gebrauch auf und an der Piste konzipiert.
  • Tourenbindung: Das Tourenskifahren hat in den letzten Jahren stark an Beliebtheit gewonnen. Bei dieser Form des Skifahrens benutzen die Wintersportler nicht die Lifte, sondern gehen mit den Skiern den Berg hinauf. Neben Steigfellen sollten Tourenski auch mit speziellen Tourenskibindungen ausgestattet sein. Denn beim Aufstieg soll sich die Ferse des Skischuhs vom Ski lösen können, damit du eine Gehbewegung machen kannst. Bei den Tourenskibindungen unterscheiden wir zwei Varianten: die Rahmenbindung und die Tech-Bindung (Pin-Bindung/Punkt-Bindung). Letztere ist die am weitesten verbreitete Variante.
  • Backcountry-Bindung: Wie das Tourenskifahren erfreut sich auch das Freeriden immer größerer Beliebtheit. Diese Form des Skifahrens findet abseits der Pisten statt, in unberührtem und unkontrolliertem Gelände abseits der Pisten. Freeriden kann mit einer normalen Alpinskibindung oder einer Tourenskibindung betrieben werden, aber heutzutage gibt es auch spezielle Backcountry-Bindungen. Wie bei einer Alpinskibindung liegt der Schwerpunkt hier auf der Abfahrt. Der Unterschied zwischen den beiden ist, dass diese Bindungen einen höheren DIN-Wert haben und besonders robust sind. Es gibt auch Varianten, bei denen die Ferse abgenommen werden kann, so dass du mit der Bindung auch auf Tourenski fahren kannst. Auch dann ist es ratsam, spezielle Freeride-Ski zu wählen.
Alpine Skibindung
Abgebildet ist eine alpine Skibindung

Welche Bindung solltest du wählen?

Die Wahl der richtigen Bindung hängt von deinem Fahrstil, deinem Können und deinen bevorzugten Bedingungen ab. Es gibt Bindungen in allen Formen, Größen und Preisklassen. Bevor du dich entscheidest, solltest du dein Gewicht, deine Sohlenlänge und dein Fahrkönnen kennen. Ein Fachmann im Skigeschäft kann dich basierend auf diesen Informationen ideal beraten.

Skibindungen selbst einstellen

Wenn du neue Bindungen oder Schuhe hast, musst du sie korrekt einstellen. Dies ist nicht nur für deinen Komfort, sondern vor allem für deine Sicherheit entscheidend. Eine falsche Einstellung kann schwere Verletzungen verursachen. Daher ist es ratsam, dies von einem Fachmann in einem Sportgeschäft durchführen zu lassen. Wenn du es dennoch selbst machst, musst du die folgenden Faktoren unbedingt beachten:

  • Die Sohlenlänge deines Skischuhs: Dies ist die Basis jeder Einstellung.
  • Dein Gewicht: Je schwerer du bist, desto höher der DIN-Wert.
  • Dein Fahrkönnen: Experten stellen ihre Bindung fester ein.
  • Dein Fahrstil: Off-Piste-Fahrer haben oft einen höheren DIN-Wert.
  • Das Geschlecht: Aufgrund anatomischer Unterschiede wird die Bindung bei Frauen oft etwas leichter eingestellt, um das Risiko von Knieverletzungen zu verringern.

Die untenstehenden Tabellen dienen als Orientierung, um deinen individuellen DIN-Wert zu finden.

Wie bestimmst du den DIN-Wert der Anleihe?

Die oben genannten Faktoren wirken sich alle auf den DIN-Wert der Skibindung aus. Der DIN-Wert wurde einst von der Internationalen Organisation für Normung (ISO) festgelegt. Anhand der untenstehenden Tabellen kannst du deinen DIN-Wert in zwei Schritten leicht ablesen.

DIN-Wert Stufe 1

Stelle dir zunächst die folgenden Fragen.

Kategorie 1
Anfängerin
Kategorie 2
Durchschnitt
Kategorie 3
Experte
TempoLangsam bis mäßigDurchschnittSchnell
StilVorsichtigDurchschnittAggressiv
WebsiteLeicht – mäßig steilDurchschnittMäßig steil bis steil
DIN-Wert wie in der TabelleDer DIN-Wert in der Tabelle + 1Die DIN-Wertetabelle + 2

DIN-Wert Schritt 2

Bestimme anhand der Antworten in der Tabelle oben deinen persönlichen DIN-Wert.

Gewicht in KGLänge in CMSohlenlänge Skischuh in mm
< 250251 – 270271 – 290291 – 310311 – 330> 331
DIN-Wert
10 – 130.750.75
14 – 171.001.000.75
18 – 211.501.251.00
22 – 251.751.551.501.25
36 – 302.252.001.751.501.50
31 – 352.752.502.252.001.751.75
36 – 413.53.002.752.502.252.00
42 – 48< 1483.503.003.002.752.50
49 – 57149 – 1574.504.003.503.503.00
58 – 66158 – 1665.505.004.504.003.50
67 – 78167 – 1786.506.005.505.004.50
79 – 94179 – 1947.507.006.506.005.50
> 95> 1958.508.007.006.50
10.009.508.508.00
11.5011.0010.009.5

Wann solltest du Skibindungen ersetzen?

Skibindungen haben keine unbegrenzte Lebensdauer. Die Feder im Inneren kann mit der Zeit ermüden. Deshalb ist eine regelmäßige Wartung wichtig. Du kannst deine Bindung vor der Saison in einem Fachgeschäft prüfen lassen. Dort wird die Auslösefunktion mit einem speziellen Gerät getestet.

Neue Skier, neue Bindungen?

Auch wenn deine alten Bindungen noch funktionieren, empfehlen wir dir, beim Kauf neuer Ski auch neue Bindungen zu erwerben. So kannst du sicher sein, dass dein gesamtes Equipment auf dem neuesten Stand ist und du maximalen Fahrspaß und Sicherheit genießt. Die meisten Skier werden ohnehin direkt im Set mit neuen Bindungen verkauft.

Skifahren Kirchberg Wintersport Februar

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