Update neue Gondelbahn Adelboden: Bau einen Schritt näher

Das Projekt für die neue Sillerenbahn in Adelboden kommt einen weiteren Schritt voran. Alle am Bau beteiligten Grundeigentümer haben den Plänen zugestimmt. Damit kann der Kanton Bern die Überbauungsordnung genehmigen und das bereits eingereichte Projekt wird öffentlich aufgelegt. Die neue Gondelbahn, die Direttissima, soll die bestehende Verbindung ersetzen und die Fahrzeit massiv verkürzen.

Kurz & knapp

  • Alle beteiligten Grundeigentümer stimmten dem Bau der neuen Sillerenbahn in Adelboden zu.
  • Die neue Gondelbahn, die Direttissima, führt in etwa 10 Minuten direkt von der Talstation Oey zum Sillerenbühl.
  • Aktuell dauert die Fahrt noch rund 25 Minuten; die neue Bahn befördert 2200 Personen pro Stunde.
  • Die Kosten werden auf 35,5 Millionen Schweizer Franken geschätzt.
  • Im besten Fall geht die neue Bahn im Dezember 2027 teilweise in Betrieb.

Von 25 auf 10 Minuten

Die Direttissima soll die 6er-Gondelbahn aus dem Jahr 1990 ersetzen. Die neue Bahn verbindet die Talstation Oey direkt mit dem Sillerenbühl. Während du aktuell noch etwa 25 Minuten unterwegs bist, dauert die Fahrt künftig nur noch rund 10 Minuten. Die Bahn wird eine Kapazität von 2200 Personen pro Stunde haben, wie aus einem Factsheet der Bergbahnen Adelboden AG (BAAG) hervorgeht.

Der bisherige Zwischenstopp Bergläger entfällt bei dieser Direktverbindung. Der untere Teil der Bahn, von der Talstation bis Bergläger, wird abgerissen. Der obere Teil zwischen Bergläger und Sillerenbühl bleibt bestehen und dient als Zubringerlinie.

Grundeigentümer geben grünes Licht

Die Zustimmung aller beteiligten Grundeigentümer ist eine wichtige Hürde. Dadurch kann der Kanton Bern die Überbauungsordnung genehmigen und das Projekt, das bereits beim Bundesamt für Verkehr eingereicht wurde, kann öffentlich aufgelegt werden. Vor Baubeginn müssen danach noch weitere Verfahrens- und Planungsschritte durchlaufen werden.

Kosten auf 35,5 Millionen Franken gestiegen

Die geschätzten Kosten belaufen sich auf rund 35,5 Millionen Schweizer Franken. Bei Projektstart im Jahr 2017 ging man noch von 23 Millionen Franken aus. Laut den Unterlagen hängen die Mehrkosten mit Ausfällen während der Pandemie und allgemein gestiegenen Kosten zusammen.

Um die Finanzierung zu sichern, läuft parallel eine Kapitalerhöhung. Während der Generalversammlung stimmten die Aktionäre einer Statutenänderung zu, die den Weg für diese Erhöhung freimacht. Die BAAG darf nun für insgesamt 5 Millionen Franken zusätzliche Aktien und Wandelanleihen ausgeben. Bisher wurden laut BAAG rund 4,9 Millionen Franken gezeichnet, davon etwa 2,5 Millionen Franken als Wandelanleihe.

Eröffnung für Dezember 2027 geplant

Laut der BAAG bleibt die Planung anspruchsvoll. Im günstigsten Fall geht die neue Bahn im Dezember 2027 teilweise in Betrieb. Bis dahin müssen also noch verschiedene verfahrenstechnische und planerische Schritte unternommen werden. Wir behalten die Entwicklungen rund um die Direttissima für dich im Auge.

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