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Nicht Österreich: Dieses Land verzeichnete im vergangenen Winter die meisten Skitage weltweit

Frankreich hat im Winter 2025/2026 mehr Skitage registriert als jedes andere Skiurlaubsland der Welt. Mit 56,1 Millionen Skitagen lässt es sowohl Österreich als auch die USA hinter sich. Es ist das erste Mal seit dem Winter 2014/2015, dass Frankreich wieder an der Spitze steht. Zudem war es der drittbeste Winter, den die französischen Skigebiete je erlebt haben.

Kurz gefasst

  • Frankreich registrierte im vergangenen Winter 56,1 Millionen Skitage.
  • Das sind 2,4 Prozent mehr als im Winter zuvor.
  • Österreich landete mit 53,7 Millionen Skitagen auf dem zweiten Platz.
  • Die USA fielen auf den dritten Platz zurück.
  • Es war der drittstärkste französische Skiwinter aller Zeiten.

Frankreich wieder an der Spitze

Nach über zehn Jahren steht Frankreich wieder ganz oben auf der Weltrangliste der Skiurlaubsländer. Nach den endgültigen Zahlen von Domaines Skiables de France wurden im Winter 2025/2026 insgesamt 56,1 Millionen Skitage registriert.

Ein Skitag steht dabei für eine Person, die an einem Tag ein Skigebiet nutzt. Es geht also nicht um 56,1 Millionen verschiedene Wintersportler, sondern um alle einzelnen Tage, an denen Ski gefahren wurde.

Das französische Ergebnis lag 2,4 Prozent höher als im Vorwinter und sechs Prozent über dem Durchschnitt der letzten vier Winter. Damit überholte Frankreich sowohl Österreich als auch die Vereinigten Staaten.

Die weltweiten Top 3

PositionLandAnzahl Skitage
1Frankreich56,1 Millionen
2Österreich53,7 Millionen
3USA52,6 Millionen

Österreich verzeichnete ein Wachstum von 3,7 Prozent und kletterte auf den zweiten Platz. Die USA hatten hingegen einen schwierigen Winter und mussten einen Rückgang der Skitage um 9,1 Prozent hinnehmen.

Italien landete auf dem vierten Platz. Die endgültigen italienischen Besucherzahlen wurden noch nicht veröffentlicht.

Drittbester französischer Skiwinter aller Zeiten

Die französischen Skigebiete kamen im vergangenen Winter nah an ihre historischen Rekorde heran. Nur der Winter 2008/2009 mit 58,6 Millionen Skitagen und der Winter 2012/2013 mit 57,6 Millionen waren noch stärker besucht.

Mit 56,1 Millionen Skitagen geht der Winter 2025/2026 also als der drittbeste französische Skiwinter aller Zeiten in die Geschichte ein. Dass Frankreich gleichzeitig die weltweite Nummer eins wurde, ist auch dem deutlichen Rückgang in den USA zu verdanken.

Guter Start und starkes Ende

Frühe Schneefälle Ende November sorgten dafür, dass viele französische Skigebiete die Saison unter guten Bedingungen beginnen konnten. Die Weihnachtsferien verliefen landesweit durchschnittlich, wobei vor allem die Alpen und Pyrenäen von der vorhandenen Schneedecke profitierten.

Der Januar war besonders stark. Die Anzahl der Skitage lag in diesem Zeitraum drei Prozent höher als im Vorwinter und neun Prozent über dem Vierjahresdurchschnitt. Vor allem die niedrigeren französischen Mittelgebirge konnten dank Neuschnee und Kälte einen Teil ihres früheren Rückstands aufholen.

Auch der März und April trugen zum starken Endergebnis bei. Im März nahm die Zahl der Skitage zum ersten Mal seit der Corona-Zeit wieder deutlich zu. Der Zeitraum zwischen den Schulferien war zwanzig Prozent stärker besucht als im Vorjahr. Während der Osterferien und rund um Ostern wurde ein Wachstum von drei Prozent verzeichnet.

Februar bleibt der wichtigste Skimonat

Der Februar bleibt mit Abstand der wichtigste Zeitraum für die französischen Skigebiete. Etwa 31 Prozent aller Skitage wurden in diesem Monat registriert. Die französischen Winterferien spielen dabei eine große Rolle.

Der Januar machte 23 Prozent der Gesamtzahl aus und die Weihnachtszeit im Dezember vierzehn Prozent. Der Zeitraum vor den Weihnachtsferien war dank der frühen Schneefälle für siebzehn Prozent der Skitage verantwortlich. Der März kam auf zwölf Prozent, während auch der April erneut Wachstum zeigte.

Vor allem Franzosen selbst auf der Piste

Die französischen Skigebiete stützen sich nach wie vor stark auf die eigenen Einwohner. Etwa 68 Prozent der Besucher kamen aus Frankreich. Unter den ausländischen Gästen bildeten die Briten mit elf Prozent die größte Gruppe.

Die meisten französischen Wintersportler entscheiden sich für einen Aufenthalt von mehreren Tagen. Nur vierzehn Prozent kommen ausschließlich für einen Skitag in die Berge. Skipässe für fünf bis sieben Tage sind mit 38 Prozent daher das meistverkaufte Produkt. Tages- und Halbtagespässe machen zusammen 32 Prozent aus.

Große Skigebiete dominieren

Mehr als achtzig Prozent aller französischen Skitage werden in den großen Skigebieten registriert. Vor allem Savoyen spielt eine wichtige Rolle: Diese Region macht etwa 42 Prozent aller Skitage in Frankreich aus.

Die starke Position Frankreichs hängt unter anderem mit den vielen großen und hochgelegenen Skigebieten in den Alpen zusammen. Skigebiete wie Les 3 Vallées, Paradiski, Tignes-Val d’Isère und Les Sybelles können große Mengen an Wintersportlern aufnehmen und verfügen über umfangreiche Lift- und Pistennetze.

Viel Geld für Lifte und Infrastruktur

Die französische Skibranche investiert zudem weiterhin kräftig. Allein im Jahr 2025 wurden laut Domaines Skiables de France 555 Millionen € für die Skigebiete ausgegeben. Mehr als die Hälfte der Investitionen fließt in neue Skilifte. Andere wichtige Posten sind Sicherheit, Ticketsysteme, Wartung und Pisteninfrastruktur.

Der Skiurlaub ist zudem wichtig für die Beschäftigung. Mehr als 120.000 Arbeitsplätze in den französischen Bergregionen hängen von der Öffnung der Skigebiete ab. Davon arbeiten etwa 18.500 Menschen direkt bei den Liftgesellschaften.

Laut dem Branchenverband sorgt jeder Euro, der für einen Skipass ausgegeben wird, zudem für etwa sechs Euro an zusätzlichen Ausgaben. Man denke dabei an Unterkünfte, Restaurants, Skiverleih, Skischulen und Geschäfte.

Mit der Rückkehr auf die weltweite Nummer-eins-Position bestätigt Frankreich erneut, wie bedeutend der Skiurlaubssektor dort ist. Ob das Land diese Spitzenposition im kommenden Winter halten kann, wird vor allem von den Schneebedingungen sowie der Erholung der amerikanischen Skigebiete abhängen.

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