Mit dem Auto nach Italien? Diese neue Regel kann Geld sparen

Gute Nachrichten für alle, die demnächst mit dem Auto nach Italien fahren. Seit dem 1. Juni 2026 können Autofahrer auf italienischen Mautstraßen unter bestimmten Bedingungen Geld zurückerhalten, wenn sie aufgrund von Baustellen deutlich länger unterwegs sind. Die neue Regelung gilt auch für ausländische Urlauber und kommt genau rechtzeitig für die geschäftigen Sommermonate in Richtung Italien.

Im Überblick:

  • Seit dem 1. Juni 2026 gilt eine neue Erstattungsregelung auf italienischen Mautstraßen.
  • Du kannst bei erheblichen Verspätungen durch Baustellen Geld zurückbekommen.
  • Bei sehr langen Verzögerungen kann die gesamte Maut zurückerstattet werden.
  • Die Rückforderung ist über die App Muovy Cashback oder über die Website möglich.
  • Die Regelung gilt nicht bei Verspätungen durch schlechtes Wetter, Unfälle oder Notfallarbeiten.

Geld zurück bei erheblicher Verspätung

Wer in Italien Maut zahlt, kann ab sofort unter bestimmten Voraussetzungen einen Teil dieses Betrags zurückfordern. Die Regelung gilt, wenn du aufgrund von Straßenarbeiten auf Strecken wie Autostrade per l’Italia, Raccordo Autostradale Valle d’Aosta, Società Autostrada Tirrenica und Tangenziale di Napoli in Verzug gerätst. Auch bei völlig zum Erliegen gekommenem Verkehr auf diesen Strecken kann ein Anspruch auf Rückerstattung entstehen.

Die Höhe der Entschädigung hängt von der Länge der Fahrt, der Dauer der Verspätung und der Ursache ab. Bei Verspätungen durch Baustellen werden nach der neuen Methode unter anderem die Merkmale der Baustelle und die zusätzliche Reisezeit berücksichtigt. Bei komplett blockiertem Verkehr gelten feste Prozentsätze: 50 % Rückerstattung bei 60 bis 119 Minuten Blockade, 75 % bei 120 bis 179 Minuten und 100 % ab 180 Minuten.

Praktisch für Urlauber in Richtung Italien

Für Leute im Skiurlaub und Sommerurlauber kann dies interessant sein. Wer über den Brenner in Richtung Gardasee, Südtirol, Dolomiten oder weiter in die Toskana und an die Adriaküste fährt, zahlt oft hohe Mautbeträge. Besonders in der Sommerzeit können Straßenarbeiten für erhebliche Verzögerungen sorgen.

Die Rückerstattung kann über die App Muovy Cashback beantragt werden. Wer sich registriert, kann eine Mautbox oder ein Kennzeichen verknüpfen. Zahlungen mit Karte oder Bargeld können ebenfalls zurückgefordert werden, indem der Zahlungsbeleg an der Ausfahrt gescannt wird.

Nicht jeder Stau zählt

Wichtig zu wissen: Nicht jede Verspätung gibt automatisch ein Recht auf Geld zurück. Staus durch dichten Urlaubsverkehr, schlechtes Wetter, Unfälle oder Notfallarbeiten fallen standardmäßig nicht unter die Regelung. Zudem erfolgt eine Auszahlung erst, wenn der zu erstattende Betrag höher als 1,– € ist.

Verbraucherorganisationen in Italien sind vorsichtig optimistisch, warnen jedoch, dass das System in der Praxis erst noch beweisen muss, wie reibungslos es funktioniert. Zudem befürchten sie, dass Autobahnbetreiber die Kosten später über höhere Mautpreise weitergeben könnten.

Italien bleibt teuer für Autofahrer

Italien hat etwa 7.000 Kilometer Autobahn und arbeitet, anders als beispielsweise Österreich und die Schweiz, mit einer Maut pro gefahrenem Kilometer. Laut Verbraucherorganisationen gehören Italien und Frankreich zu den teuersten Ländern Europas in Bezug auf Mautgebühren. Die neue Regelung ändert daran nichts, kann aber bei massiven Verspätungen einen Teil der Kosten kompensieren.

Lies hier alle Regeln und Informationen zur Maut in Italien ›››

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