Wir haben bereits darüber berichtet, als die Entscheidung fiel, aber jetzt sind die Informationen noch ein Stück wichtiger: Wer diesen Winter mit dem Auto nach Österreich fährt, muss sich auf das Ende des vertrauten Vignettenstickers einstellen. Ab dem 1. Februar 2027 verkauft Österreich nur noch digitale Vignetten. Wichtige Informationen also für alle, die im Februar, März oder April in den Skiurlaub fahren!
Kurz zusammengefasst:
- Ab 1. Februar 2027: Vignette Österreich nur noch digital, kein Aufkleber mehr
- 2026: Letztes Jahr mit Wahlmöglichkeit zwischen Aufkleber und digitaler Vignette
- Letzter Aufkleber: Farbe „feuerrot“, 14 Monate gültig bis Ende Januar 2027
- Achtung Wartezeit: 2-Monats-/Jahresvignette online erst nach 18 Tagen gültig, an physischen Verkaufsstellen sofort
- Streckenmaut bleibt separat: Gilt zusätzlich zur Vignette für Brennerpass, Tauern und Pyhrn
Nach fast 30 Jahren verschwindet der Aufkleber
Seit 1997 kleben Autofahrer einen bunten Sticker auf ihre Windschutzscheibe, um die österreichischen Autobahnen nutzen zu dürfen. Damit ist nun endgültig Schluss. Der Autobahnbetreiber ASFINAG hat bestätigt, dass 2026 das letzte Jahr ist, in dem du noch zwischen dem physischen Aufkleber und der digitalen Vignette wählen kannst. Ab dem 1. Februar 2027 ist die Vignette ausschließlich digital erhältlich.
Der letzte Vignettensticker erhält die Farbe „feuerrot“ und ist ab Ende November 2025 erhältlich. Jahresvignetten sind 14 Monate gültig, vom 1. Dezember bis zum 31. Januar des übernächsten Jahres. Das bedeutet, dass die letzten Aufkleber noch bis Ende Januar 2027 gültig bleiben, genau bis zu dem Moment, an dem das System vollständig digital wird.
Was bedeutet das für deinen Skiurlaub?
Für Wintersportler bedeutet das konkret: Wenn du diesen Winter (Saison 2026/2027) mit dem Auto in deinen Skiurlaub fährst, kannst du bis zum Übergang noch einen Aufkleber kaufen und verwenden. Fährst du erst nach dem 1. Februar 2027 (zum Beispiel in den Frühjahrsferien oder danach), benötigst du nur noch die digitale Variante.
Gut zu wissen: Bereits rund 75 % der Autofahrer, die eine Vignette benötigen, entscheiden sich mittlerweile freiwillig für die digitale Version. Diese Option besteht nämlich schon seit 2017 neben dem Aufkleber. Viele Menschen haben sich also schon an die Umstellung gewöhnt, nur wird sie jetzt zur Pflicht.
Wie funktioniert die digitale Vignette?
Die digitale Vignette ist an dein Kennzeichen gebunden, statt an einen Aufkleber auf deiner Scheibe. Du musst also nach deinem Urlaub nichts mehr aufkleben oder entfernen. Kameras entlang der österreichischen Autobahnen scannen dein Kennzeichen und prüfen automatisch in der Datenbank der ASFINAG, ob eine gültige Vignette damit verknüpft ist.
Achte beim Online-Kauf jedoch auf ein wichtiges Detail: Die 1-Tages- und 10-Tages-Vignette können bei Online-Kauf sofort gültig sein. Aber die 2-Monats- und Jahresvignette sind bei Online-Kauf erst ab dem 18. Tag nach dem Kauf gültig. Kaufst du deine digitale Vignette an einer physischen Verkaufsstelle, wie einer Tankstelle oder einer ÖAMTC-Dienststelle, gilt diese Wartezeit nicht und du hast sofort eine gültige Vignette.
Wo kaufst du die digitale Vignette?
Du kannst die digitale Vignette hier erwerben:
- Im offiziellen ASFINAG-Mautshop online
- Über die ASFINAG-App
- An tausenden physischen Verkaufsstellen in und außerhalb Österreichs, wie Tankstellen, ÖAMTC- und ARBÖ-Stützpunkten
- Online gibt es auch verschiedene Websites, die eine Vignette anbieten; achte jedoch auf die zusätzlichen Gebühren, die hierbei berechnet werden können. Die günstigste und zuverlässigste Option ist über ASFINAG online.
So bleibt auch für diejenigen, die lieber nicht online bezahlen, ein einfacher Weg, die Vignette zu regeln. Die ASFINAG baut das Vertriebsnetz sogar weiter aus, um den Übergang so reibungslos wie möglich zu gestalten.
Achtung: Streckenmaut bleibt separat
Wichtig zu wissen: Für einige bekannte Alpenpassagen gilt eine separate Streckenmaut zusätzlich zur regulären Vignette. Denke an den Brennerpass (A13), die Tauernautobahn (A10) und die Pyhrnautobahn (A9). Diese Streckenmaut kaufst du vorab separat digital oder du bezahlst vor Ort an den Mautstellen. Dies bleibt unverändert bestehen, auch nach der Umstellung auf rein digital.
Viele Wintersportler denken, dass diese Streckenmaut bereits in der Vignette enthalten ist, aber das ist nicht der Fall. Prüfe daher immer vorab, welche Route du fährst und ob du unterwegs noch eine separate Streckenmaut benötigst.
Preise 2026
Für das letzte Aufkleber-Jahr zahlst du etwa 2,9 % mehr als 2025. Die Preise für die digitale Vignette entsprechen denen des Aufklebers, daran ändert sich also nichts.
Nicht einzigartig: Andere Länder gingen bereits voran
Österreich ist nicht das erste Land, das auf ein vollständig digitales Mautsystem umstellt. Länder wie Slowenien, Ungarn, Tschechien und die Slowakei arbeiten schon länger ausschließlich mit digitalen Vignetten. Laut den österreichischen Behörden ist das neue System sicherer, kostengünstiger und effizienter und vermeidet den Ärger mit kaputten, vergessenen oder falsch angebrachten Aufklebern.






